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Paul Melissus (eigentl. Paul Schede, auch Paulus Schedius Melissus, * 20. Dezember 1539 in Mellrichstadt, † 3. Februar 1602 in Heidelberg) war ein humanistischer neulateinischer Schriftsteller, Übersetzer und Komponist.

Melissus studierte nach dem Schulbesuch in Zwickau 1557-59 Philologie in Erfurt und Jena. 1560 bis 1564 lebte er in Wien, wo er 1561 zum Dichter gekrönt wurde. Er hielt in Prag, Wittenberg und Leipzig auf, wurde an den Hof des Bischofs von Würzburg berufen und nahm an einem Feldzug nach Ungarn teil.

Er war Botschafter in den Diensten der Kaiser Maximilian II. und Rudolf II., unternahm Reisen nach Frankreich, in die Schweiz, nach Italien und England und wurde schließlich Direktor der kurfürstlichen Bibliothek (Bibliotheca Palatina) in Heidelberg.

Melissus übersetzte die von Clément Marot und Theodor Beza für den hugenottischen Gottesdienst in Reime gebrachten Psalmen Davids ins Deutsche. Er gehörte zu den ersten, die das Sonett und die Terzine in die deutsche Lyrik entführte. Bei seinen Zeitgenossen war er als Autor kunstvoller lateinischer Liebesgedichte angesehen.

Werke


  • Cantiones. Gedichte, 1566
  • Psalmen Davids. 1572
  • Schediasmata. Gedichte, 1574
  • Schediasmatum reliquiae. Gedichte, 1575
  • Epigrammata. 1580
  • Odae Palatinae. 1588
  • Meletemata. Gedichte, 1595

Weblinks


Deutscher Komponist

Autor | Literatur (16. Jh.) | Literatur (Latein) | Lyrik | Mann | Geboren 1539 | Gestorben 1602

Paulus Melissus | Paulus Melissus

 

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