Paul Deussen (* 7. Januar 1845 in Oberdreis; † 6. Juli 1919 in Kiel) war ein deutscher Philosophie-Historiker, Indologe und Sanskrit-Gelehrter. Er war stark von Arthur Schopenhauer beeinflusst und ein Jugendfreund von Friedrich Nietzsche, mit dem er das humanistische Elite-Internat Schulpforta besuchte. Zu seinen Freunden zählte auch Swami Vivekananda. Obwohl ihm das Kulturministerium untersagt hatte, sich thematisch über die Zeit zwischen Platon und Kant hinauszubewegen, befasste er sich dennoch mit den lange als „gefährlich“ geltenden Philosophen Schopenhauer und Nietzsche. Im Jahr 1889 wurde Deussen, der auch politisch sehr aktiv war und daher oftmals mit Widerständen zu kämpfen hatte, schließlich auf eine Professur an der Universität Kiel berufen, wo er 1911 die Schopenhauer-Gesellschaft gründete. Ab 1911 gab er auch Schopenhauers Werke in einer vierzehnbändigen Ausgabe heraus.
Heiner Feldhoff: Paul Deussen und Friedrich Nietzsche. Eine schwierige Freundschaft. In: Literarischer Reiseführer Rheinland-Pfalz, hrsg. von Josef Zierden. Frankfurt 2001
Mann | Deutscher | Historiker | Indologe | Geboren 1845 | Gestorben 1919
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