Paul Joseph Cohen (* 2. April 1934 in Long Branch, New Jersey, USA) ist ein US-amerikanischer Logiker und Mathematiker und Träger der Fields-Medaille.
Cohen besuchte bis 1950 die Stuyvesant High School in New York City.
Im Alter von 29 Jahren entwickelte Cohen 1963 die sogenannte "forcing"- oder "Erzwingungs"-Methode, mit deren Hilfe er beweisen konnte, dass die Kontinuumshypothese nicht mit den üblichen Axiomen der Mathematik, den mengentheoretischen ZFC-Axiomen, beweisbar ist. Zusammen mit Kurt Gödel, der mit seinem konstruktiblem Universum gezeigt hatte, dass die Kontinuumshypothese aus den ZFC-Axiomen nicht widerlegbar ist, hatte Cohen so das erste Hilbertsche Problem gelöst. Ebenso konnte Cohen zeigen, dass das Auswahlaxiom nicht aus den Zermelo-Fraenkel Axiomen ZF folgt.
Die Forcing-Methode ist auch heute noch in der Mengenlehre die wichtigste Grundlage für Unabhängigkeitsresultate (d.h. für Beweise, die die Unbeweisbarkeit von mathematischen Aussagen zeigen).
Für seine Arbeit erhielt Cohen 1966 die Fields-Medaille, ebenso wurde ihm 1964 der Bôcher-Memorial-Preis verliehen.
Mann | Mathematiker | Logiker | US-Amerikaner | Geboren 1934
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