Paul Biya (* 13. Februar 1933 in Mvomeka'a) ist seit 1982 der Präsident von Kamerun.
Er studierte Internationale Beziehungen am Institut d'études politiques de Paris und schloss 1961 dort mit einem Diplom ab. Er diente unter Präsident Ahmadou Ahidjo und wurde 1975 Premierminister. Ahidjo trat am 6. November 1982 zurück und Biya wurde Präsident. Aufgrund von Konflikten (Ahidjo wurde vorgeworfen, einen Putsch angeleitet zu haben, um an die Macht zurückzukommen) mit Biya ging Ahidjo 1983 ins Exil.
Nachdem Kamerun lange nur von einer Partei regiert wurde, wurde in den 90en Jahren unter Paul Biya ein Mehrparteiensystem eingeführt. Paul Biya ist Präsident der regierenden Partei RDPC (Rassemblement Democratique du Peuple Camerounais).
Paul Biya ist von einigen für seinen strengen Führungsstil und vor allem für die Entfernung vom Volk kritisiert worden. Starke Ablehnung muss er auch von den Englisch sprechenden Kamerunern entgegennehmen. Diese werfen ihm vor, ihnen nicht genug Achtung zu geben. Sie fühlen sich also vom politischen und staatlichen Geschehen ausgeschlossen. Viele seiner Gegner kommen auch aus West-Kamerun. Die meinen, das Land wäre nur von der Ethnie des Präsidenten regiert.
Am 11. Oktober 2004 gewann er die Präsidentschaftswahlen mit 75 Prozent der Stimmen, was jedoch die Opposition als großangelegten Betrug ansieht.
Mann | Staatsoberhaupt | Kameruner | Politiker (Kamerun) | Geboren 1933
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