Stpatrick.jpg]] Der heilige Patrick von Irland (* ca. 389 in Bannaventa Berniae in Wales, † 17. März 461 in Irland) war Missionar und gilt als Nationalheiliger von Irland und Island. Dennoch wurde er von der römisch-katholischen Kirche bis heute nicht kanonisiert (heilig gesprochen).
Andere Legenden erzählen, er war der Sohn von Caponius, einem römischen Soldaten, der in der römischen Provinz Brittania stationiert war, und demzufolge besaß er den katholischen Glauben und war stolz auf seine Religion. Vom Bauernhof seiner Eltern wurde er von irischen Sklavenjägern nach Nordirland (Ulster) gebracht. Trotz seines schweren Lebens als Schafhirte lernte er das raue Land zu lieben. Nach etwa sechs Jahren soll ihm ein Engel verkündet haben, dass er fliehen solle. Er wagte die Flucht und verbrachte daraufhin zwölf Jahre in einem Kloster in Auxerre (Frankreich), wo er zum Priester ausgebildet wurde und den Namen Patrick annahm.
Sein Ziel war es, nach Irland zurückzukehren, um die Heiden Irlands zu bekehren. Eines Nachts habe er Stimmen gehört, die ihn nach Irland zurückriefen und die er als die Stimmen des irischen Volkes erkannte, die ihn baten zurückzukommen.
Papst Sixtus III. soll Patrick 434 als Bischof nach Irland gesandt haben. Es wird erzählt, er habe bei einer Predigt die Insel von allen Schlangen befreit und dies nicht nur mit der Macht seiner Worte, sondern unter tatkräftigem Einsatz seines Bischofsstabes.
Er gründete Schulen, Klöster und Kirchen im ganzen Land und übte seine Missionstätigkeit bis zu seinem Tod 30 Jahre später mit Erfolg aus. Als er Jahre später im County Down starb, hatte er ganz Irland zum christlichen Glauben bekehrt. Patrick hatte nicht nur seine Religion mitgebracht, sondern auch seine Bildung. Geschichten wurden nun niedergeschrieben und nicht mehr nur von Mund zu Mund weitererzählt. Allerdings wurde seine Lebensgeschichte erst im 8. Jahrhundert rezipiert.
Viele Sehenswürdigkeiten werden mit ihm in Zusammenhang gebracht: man kann die Kirche sehen, wo er erstmals predigte, sein Grab und seine Statue auf Irlands heiligem Berg - Croagh Patrick - wo er vierzig Tage ohne Nahrung und Wasser verbracht haben soll, wie Jesus in der Wildnis. Tausende Katholiken pilgern jährlich auf diesen Berg hinauf. Straßen und Plätze wurden nach ihm benannt.
Sein Todestag wurde zum Nationalfeiertag Irlands und wird - auch in der irischen Diaspora - von Iren als St. Patrick's Day gefeiert.
Die Namen Patrick (Jungen) und Patricia (Mädchen) sind noch immer populäre Namen für Kinder in Irland und auch für Irischstämmige in Amerika, Australien und anderen Ländern. Patrick wird oft zu Paddy oder Pat abgekürzt, und Paddys wird oft als Spitzname für die Iren benutzt (besonders in England).
Mann | Heiliger | Bischof (5. Jh.) | Missionar | Irische Geschichte
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