Unter Pathogenese (von griech. πάθος Missgeschick, Ungemach, Unglück, Leid, Schmerz, Empfindung, Gefühl, Affekt und γένεσις [génesis Ursprung, Erzeugung, Entstehung, Geburt, Leben) wird in der Medizin gewöhnlich die Entstehung und Entwicklung von krankheitswertigen Störungen, Defekten und sonstigen Veränderungen und damit von behindernden Missbildungen und Krankheiten aller Art, einschließlich "funktioneller" und psychischer Störungen verstanden.
In einer auf die Person des Kranken ausgerichteten umfassenden bio-psycho-soziologischen Perspektive in einer "integrierten" und gleichzeitig ganzheitlich ausgerichteten psychosomatischen oder personalistischen Medizin wird unter Pathogenese allgemein die durch die jeweilige Einschränkung individueller Handlungsfähigkeit bedingte Leidensentstehung verstanden, in der auch der persönliche Umgang mit Krankheit, individuelle Kompensationsleistungen und biopsychische Regulationsprozesse in Betracht gezogen werden können und eine Betreuung von Kranken ermöglicht, in der deren individuell möglichen Eigenleistungen und Selbständigkeit nicht aus dem Blick gerät, sondern im Gegenteil gefördert werden kann.
Siehe auch Ätiologie, Pathologie Salutogenese
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