IDE-Bus.jpg | IDE cable 40 pin & 80 pin.jpg
ATA/ATAPI (Advanced Technology Attachment with Packet Interface) ist eine Schnittstelle zwischen Massenspeicher und Computer. ATA/ATAPI wird beispielsweise in Personalcomputern verwendet, um Festplatten sowie Laufwerke für CD-ROM und DVD anzuschließen.
ATA/ATAPI wird durch das T13 Technical Committee des InterNational Committee for Information Technology Standards (INCITS) erarbeitet und durch das American National Standards Institute (ANSI) als US-amerikanische Norm verabschiedet.
Bestimmte Versionen von ATA/ATAPI werden oft auch Fast ATA, Ultra ATA, IDE (Integrated Disc Electronics oder Integrated Drive Electronics) und EIDE (Enhanced IDE) genannt. Neu werden auch die Bezeichnungen P-ATA (Parallel ATA) verwendet, um ATA/ATAPI deutlich vom konkurrierenden Industriestandard Serial ATA (S-ATA) abzugrenzen.
Western Digital nannte diese Schnittstelle Integrated Device Electronics (IDE) (1986). In Kooperation mit anderen Festplattenherstellern wurde dies als gemeinsamer Standard etabliert, der 1989 als ATA-1 verabschiedet wurde.
Western Digital erweiterte und verbesserte diesen Standard mit neuen Merkmalen. Der Marketingname EIDE für „Enhanced IDE“ (entspricht ATA-2) war geschaffen und wird seither gemeinhin als Oberbegriff für alle Verbesserungen von IDE verwendet. Tatsächlich existieren eine Vielzahl weiterentwickelter Spezifikationen (siehe unten).
Die Bezeichnung AT deutet noch auf den IBM PC/AT (Advanced Technology) mit 80286-Prozessor hin, der Nachfolger des IBM PC/XT mit 8086-Prozessor war. Deren 16-Bit-Architektur spiegelt sich im 16 Bit breiten ISA-Bus (AT-Bus) wider.
Bei der ATA/ATAPI-Schnittstelle verfügen die angeschlossenen Geräte über einen eigenen Controller. Mit diesem eingebauten Controller kommunizieren sie mit dem Host (über einen Host-Adapter (z. B. eine Schnittstellenkarte)). ATA/ATAPI-Geräte werden mit einem Flachbandkabel an die 40-polige Schnittstelle des Hosts angeschlossen (ATAPI-40). Zwei Geräte pro Anschluss sind möglich, diese werden dabei als Master (MA) bzw. Slave (SL) bezeichnet. Es spielt keine Rolle, ob das „Master“-Gerät oder das „Slave“-Gerät am Kabelende angeschlossen ist. Die Einstellung des Master- bzw. Slave-Status erfolgt meist über Jumper. Es gibt bei vielen Geräten auch die Möglichkeit des „Cable Select“ (CS). Hierbei müssen beide Geräte auf CS gestellt werden, wobei ein spezielles Anschluss-Kabel den Master- bzw. Slave-Status vergibt.
Vereinfachend gesagt, beschreibt ATAPI ein Verfahren, um (eine Teilmenge von) SCSI-Befehle(n) über die ATA-Schnittstelle zu übermitteln. Genau genommen setzt also ATAPI auf ATA auf. Da diese jedoch seit ATA/ATAPI-4 in einem gemeinsamen Standard beschrieben werden, wird gemeinhin der Begriff ATA/ATAPI verwendet.
Werden zwei Geräte mit verschiedenen ATA-Versionen an einem Kabel angeschlossen, entscheidet bei älteren Controllern das langsamere Gerät über die Geschwindigkeit beider Geräte. Moderne ATA-Controller (seit ca. 1998) können jedoch für jedes Gerät die Geschwindigkeit getrennt steuern, so dass langsame Geräte nicht mehr den gesamten Bus ausbremsen.
ATA-1 arbeitet asynchron.
Verwendung finden mehrere PIO-Modi (Programmed I/O) und DMA (Direct Memory Access)-Varianten:
Der Name wird um ATA Packet Interface erweitert, mit denen die SCSI-Kommandos zur Ansteuerung der Laufwerke in ATA-Kommandos verpackt wurden.
Mit ATA-6 wurden überdies neue ATA-Befehle eingeführt, die 48 Bit große Sektoradressen erlauben, was die maximal ansprechbare Kapazität von 228 · 512 Byte = 128 GiB auf 248 · 512 Byte = 134.217.728 GiB (≈ 144.115.188 GB) erhöht.
Alle Versionen sind weitgehend abwärtskompatibel: neuere Festplatten können damit auch an älteren Rechnern betrieben werden, ältere Laufwerke auch an neueren Schnittstellen angeschlossen werden.
| Standard | ATA-1 | ATA-2 | ATA-3 | ATA/ATAPI-4 | ATA/ATAPI-5 | ATA/ATAPI-6 | ATA/ATAPI-7 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Datenrate: | 8,3 MB/s | 16,6 MB/s | 16,6 MB/s | 33,3 MB/s | 44,4 MB/s | 100 MB/s | 133 MB/s |
Anzumerken ist hierbei, dass lediglich die 128-GiB-Grenze im ATA-Standard begründet ist (28-Bit-Sektoradresse der Standard-ATA-Kommandos ↔ 48-Bit-Sektoradresse der Extended-ATA-Kommandos), die „kleineren“ Grenzen entstammen aus BIOS-Bugs bzw. sind Grenzen der Kommunikationsprotokolle zwischen Betriebssystem und BIOS oder sogar des Betriebssystems selbst. So zum Beispiel die 2 GiB Grenze - sie stammt aus dem Dateisystem Fat16 in Verbindung mit DOS (2 hoch 16 = 65536 Zuordnungseinheiten. Dos kann maximal 64 Sektoren (zu je 512 Byte) zu einer Hilfsgröße zusammenfassen (32768 Byte bzw.32KiB). Diese Hilfsgröße wird Cluster genannt). 32KiB x 65536 = 2GiB. Ein Windows NT kann jetzt aber 64KiB große Cluster innerhalb Fat 16 verwalten. Hieraus ergibt sich eine maximale Partition von 4GiB. Diese ist nicht mehr DOS-kompatibel
Das Security Feature Set ist von IBM 1998 erstmals außerhalb von Notebooks verwendet worden und erreichte breite Anwendung, seit Seagate 3,5″-Festplatten für die Xbox lieferte.
Die Festplatten erlauben auch, das Setzen eines neuen Passworts zu verhindern. Diese Funktion muss allerdings bei jedem Systemstart aufgerufen werden. Im BIOS kann dies noch vor dem Start des Betriebssystems geschehen, was allerdings nur von wenigen BIOS unterstützt wird. Beim Bootvorgang kann ein Zusatztool aufgerufen werden, welches die Festplatte abriegelt.
Bietet das BIOS keine Möglichkeit, das Setzen eines Festplattenpassworts (durch Schadprogramme) zu verhindern, dann kann dieser Schutz mit Hilfe des ATASX BIOS nachgerüstet werden. Das ATASX BIOS bietet zudem noch das Festlegen und Eingeben eines Passwortes beim Systemstart.
Stecker am Gerät (Draufsicht auf die Pins)
39_______ ________1 ungerade Pin-Nummern |····················| |·········· ·········| 40¯¯¯¯¯¯¯20(Key)¯¯¯2 gerade Pin-Nummern
Buchse am Kabel (Draufsicht, von vorn) 1________--________39 ungerade Pin-Nummern |oooooooooooooooooooo| |ooooooooo*oooooooooo| 2¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯40 gerade Pin-Nummern
Bei den neueren 80-poligen ATAPI-5-Kabeln haben die Stecker drei Farben: Blau (am Controller/PC), grau (Device 1 (Slave), IDE 1) und schwarz (Device 0 (Master), IDE 0).
Die Buchse für Pin 20 (mit * gekennzeichnet) ist bei einigen Steckern verschlossen, um ein versehentliches falsches Aufstecken zu verhindern. Auf neueren Festplatten und Controllern sind die Anschlüsse zusätzlich von einem Kragen (Steckerwanne) umgeben, der einen robusteren Schutz vor Fehlsteckungen bietet als der Keypin alleine.
Anmerkung: Beschreibung im Hardwarebook ist falsch (Stand 27. April 2005); siehe Datenbücher Toshiba, Seagate und ähnliche.
Nachfolgend die Beschreibung der PINs:
| Pin | IDE-Signal | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1 | RESET | Setzt alle Laufwerke an diesem Anschluss zurück |
| 2, 19, 22, 24, 26, 30, 40 | GND | Masse |
| 3-5-7- 9-11-13-15-17 | DD7...DD0 | Datenbus Bits 7..0, Low-Byte bei 16-Bit Datenübertragung |
| 18-16-14-12-10-8-6-4 | DD15..DD8 | Datenbus Bits 15..8, High-Byte bei 16-Bit Datenübertragung |
| 20 | KEYPIN | Pin ist gesperrt, damit der Stecker nicht verkehrt eingesetzt werden kann |
| 21, 29 | DMARQ, DMACK | DMA-Request und -Acknowledgment, DMA-Steuersignale (optional) |
| 23 | DIOW | Signal zum Daten schreiben |
| 25 | DIOR | Signal zum Daten lesen |
| 27 | IORDY | I/O-Ready, low-Pegel: Benötigt zusätzliche Taktzyklen für den gegenwärtigen I/O-Zyklus (häufig nicht verwendet) |
| 28 | CABLE SELECT, an sehr alten Festplatten SPINDLE SYNC | Zuordnung des Laufwerks als DRIVE0=Low oder DRIVE1=high, an sehr alten Festplatten Spindelsynchronisation zwischen Master und Slave, z. B. für Drive-Arrays (häufig nicht implementiert) |
| 31 | INTRQ | Interrupt-Request |
| 32 | IOCS16 | Auswahl des 16-Bit Transfers |
| 34, 39 | PDIAG, DASP | Passed Diagnostic vom Slave, Drive Active/Slave Present, Rückmeldungen des Slaves an den Master bei der Initialisierung |
| 36-33-35 | DA2..DA0 | Adressbus Bits 2..0, Adressierung der internen Datenregister des Laufwerks |
| 37, 38 | CS1Fx, CS3Fx | Chip-Auswahlsignale des Hosts um die Registergruppen 1F0h bzw 3F0h auszuwählen |
Schnittstelle (Hardware) | Bussystem
IDE | Advanced Technology Attachment | Integrated Drive Electronics | IDE | Integrated drive electronics | ATA | Ata | Advanced Technology Attachment | Advanced Technology Attachment | ATA | Integrated Drive Electronics | ATA | ATA | ATA | ATA | IDE | Ata | پیشرفتہ طرزی وابستگی | 集成设备电路
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"ATA/ATAPI".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world