Pasym * (deutsch Passenheim) ist eine Stadt mit 2.500 Einwohnern in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, im Powiat Szczycieński.
Inmitten der zu Masuren gehörenden Allensteiner Seenplatte liegt Pasym nur 28 Kilometer südlich der Woiwodschaftshauptstadt Olsztyn (Allenstein). Der Ort wird vom Kalben- und Saseksee eingerahmt. Durch den Ort führt die Fernstraße 53, über die man in nördlicher Richtung nach Olsztyn und in südlicher Richtung zum internationalen Flughafen Szczytno-Szymany (55 km) kommt. Es gibt keinen direkten Bahnanschluss, der nächste Bahnhof liegt im vier Kilometer entfernten Tylkowo (Scheufelsdorf).
1336 wurde das Kirchdorf Heinrichswalde vom Deutschen Orden durch Bischof Heinrich von Luter gegründet. Dieses Kirchdorf bildete wahrscheinlich mit einer um 1350 begonnenen Ordensburg den Kern der späteren Stadt Passenheim. Die Stadt am Großen Kalbensee erhielt 1386 das Kulmer Recht und den Namen des Ordenskomturs Siegfried Walpot von Bassenheim. Teile der Stadtbefestigung haben sich bis in die heutige Zeit erhalten, ebenso die bis 1391 erbaute und ab 1525 evangelische Kirche mit ihrem wuchtigen glockigen Turm, dem Wahrzeichen der kleinen Stadt, die bis 1945 kaum über 2500 Einwohner erreichte. 1656 litt die Stadt sehr beim Tatareneinfall, den seinerzeit auch Christoph Hartknoch erlebte. Die Stadt gehörte zum Landkreis Ortelsburg. Nach 1945 verlor Pasym zwischenzeitlich die mittelalterlichen Stadtrechte. Seit dem 1.Januar 1997 hat Pasym wieder den Status einer Stadt.
Pasym ist Zentrum einer Stadt- und Landgemeinde, zu der u.a. Elganowo (Gilgenau) gehört. Deutsche Partnergemeinde ist Bassenheim.