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Ein Passat, (kommt aus dem Portugiesischen: "passar" was so viel heißt wie vorbei laufen,-ziehen,-gehen) ist ein mäßig starker und sehr beständiger Wind, der in tropischen Seegebieten bis zu etwa 23,5° geographischer Breite rund um den Erdball auftritt. Man unterscheidet hierbei zwei Passate mit unterschiedlichen Hauptwindrichtungen:

Die Richtung, aus der ein Wind weht, verleiht ihm den Namen. Der Nordost-Passat weht also aus nordöstlicher, der Südostpassat aus südöstlicher Richtung. Um den Charakter des jeweiligen Passats beschreiben zu können, muss geprüft werden, über welche geographischen Gebiete ein Passat weht. So ist z.B. in Westafrika der Südost-Passat ein feuchter, regenbringender Wind, da dieser zu bestimmten Zeiten des Jahres diese Zonen mit über dem Golf von Guinea aufgenommener Feuchtigkeit beeinflusst. Jedoch werden diese Staaten lediglich einmal im Jahr mit viel Regen begünstigt, während die überwiegende Jahreszeit der trockene Nordost-Passat, der keine Feuchtigkeit über der Sahara aufnehmen kann, seinen Einfluss hat. Dieses Prinzip ist für alle Staaten der Tropen anwendbar. Jedoch muss gleichzeitig geprüft werden, ob eine Region überhaupt von den Passatwinden beeinflusst werden kann, so kann z.B. ein hohes Gebirge nahe der Küstenlinie ein Ablenken der Winde bewirken. Passatwinde sind bodennahe Windsysteme.

Entstehung der Passatwinde


Antrieb für diese Winde ist der durch die innertropische Konvergenzzone hervorgerufene Druckgradient bzw. die durch ihn bedingte Druckgradientkraft. Dabei erwärmt sich die Erdoberfläche über dem Äquator besonders stark. Das hat eine Verdampfung von Wasser und ein Aufsteigen der warmen Luft zur Folge. In höheren Ebenen wird die Luft nach Norden und Süden abgelenkt. Dort kühlt sie ab und sinkt wieder nach unten. Da über dem Äquator Luft aufsteigt fehlt dort Luft. Es entsteht ein Sog (Unterdruck), der die Luft, aus dem Norden und Süden in den tieferen Ebenen der Atmosphäre wieder zum Äquator zieht. Diese Winde nennt man Passate. Diese wehen nicht einfach von Norden und Süden in Richtung Äquator,sondern auch nach Westen, was damit zusammenhängt, dass die Erde sich im Norden und Süden langsamer dreht, da der Radius dort kleiner ist. Da die Winde mit dem Tempo nicht mithalten können, wirkt es als würde der Wind nach Westen wehen. Eigentlich dreht sich jedoch nur die Erde schneller als der Wind.

Die Höhenströmung, die das System der Passatzirkulation vervollständigt, bezeichnet man als Gegenpassat oder Antipassat. Gegenpassate wehen annähernd 180° zur Richtung der jeweiligen Passate.

Die Zone um 23,5° geographischer Breite werden auch Rossbreiten genannt. Hier sinken die Luftmassen des Antipassat zu Boden und entfalten dabei meist eine austrocknende Wirkung bei häufiger Windstille.

Die Einordnung der Passatwinde in globale Windsysteme ist beschrieben unter Planetarische Zirkulation.

Geschichte


Die Passatzirkulation, also die die Passatwinde umfassende erdumspannende Luftströmung, wurde erstmals 1735 von George Hadley sachlich richtig beschrieben, rund einhundert Jahre bevor Gaspard Gustave de Coriolis die Corioliskraft allgemeiner als Ursache der Bewegungsablenkung erkannte, welche die besondere Richtung der Passate bewirkt. Das Luftkreislaufsystem („Zirkulationssystem“), dem die Passate entspringen, wird daher Hadley-Zelle genannt.

Wegen der Beständigkeit wurde und wird er von Segelschiffen zur zügigen Überquerung der Ozeane genutzt, was auch die englische Bezeichnung trade winds („Handelswinde“) zum Ausdruck bringt.

Wind

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This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Passat (Windsystem)".

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