Viermastbark_passat_in_luebeck_travemuende.jpg Die Passat ist eine Viermast-Stahlbark, zuerst im Frachtverkehr von der Reederei F. Laeisz Hamburg, dann vom Reeder Schliewen als Frachtsegelschulschiff mit dem Rufzeichen DKEG zwischen Europa und Südamerikas Ostküste eingesetzt. Seit 1960 ist sie als stationäres Museumsschiff in Travemünde im Segelschiffhafen aufgelegt. Die Passat gehört zu den legendären Flying-P-Linern.
Das Schiff diente als Frachtschiff, zunächst zwischen Europa und Lateinamerika, dann zwischen Europa und Südafrika. Nach dem Untergang des Segelschulschiffs Pamir im Jahr 1957 wurde die Passat außer Dienst genomnmen.
1959 wurde die Passat durch die Hansestadt Lübeck vor dem Abwracken bewahrt und anschließend zu einem Ausbildungsschiff umgebaut.
Viermastbark_passat_bei_nacht.jpg Heute steht das Schiff unter Denkmalschutz und hat einen festen Liegeplatz an der Travemündung. Der Windjammer ist das Wahrzeichen Travemündes.
Wenigen ist es noch vorbehalten, die eine oder andere Nacht auf der Passat zu verbringen. Obwohl die Gruppenkojen relativ klein und in keiner Weise luxuriös sind, ist eine Übernachtung für die meisten ein Privileg. Die Passat ist zu diesem Zweck komplett mit Toiletten, Waschräumen, Duschen und natürlich einer Kombüse ausgerüstet. Da die Passat festliegt, wird hier auch permanent Frischwasser (Trinkwasser) vom Land genutzt.
Montags und dienstags kann auf der Passat auch geheiratet werden.
Wegen der Ähnlichkeit in Bauart und Größe hießen die letzten acht Viermastbarken von F. Laeisz "Die acht Schwestern": "Pangani" (1903), "Petschili" (1903), "Pamir" (1905), "Peking" (1911), "Passat" (1911), "Pola" (1918), "Priwall" (1920) u. "Padua" (1926)), obwohl sie strenggenommen keine echten Schwesterschiffe waren. Echte Schwesterschiffe waren "Peking" und "Passat" bzw. "Pola" und "Priwall", die nach gleichen Bauplänen erstellt waren. Die "Pamir" hatte abweichende Hauptabmessungen, die auch auf den Versuch zurückgingen, die Rumpfform des Seglers im Verhältnis zur Ladefähigkeit zu optimieren.
Die "acht Schwestern" hatten sehr unterschiedliche Schicksale, drei der Schiffe sind noch heute erhalten:
Die Stahl-Viermastbark "Pangani" wurde 1913 im Ärmelkanal von einem französischen Dampfer gerammt und sank nach nur zehn Betriebsjahren. Nur vier der vierunddreissig Besatzungsmitglieder überlebten das Unglück.
Die Stahl-Viermastbark "Petschili" (Stapellauf 1903) strandete nach einem Bruch der Ankerkette am 12. Juli 1919 bei Valparaíso.
Die "Pamir" ging am 21. September 1957 in einem Sturm verloren.
Die "Priwall" wurde 1941 an die chilenische Regierung verschenkt, die sie als Schulschiff einsetzte. 1945 ging das Schiff nach einem Ladungsbrand verloren.
Die "Pola" kam für F. Laeisz nie in Fahrt. Sie kam direkt als Reparationszahlung nach Frankreich und fuhr dort als "Richelieu". Sie wurde nach einem Brand 1926 in Baltimore abgewrackt.
Die "Peking" blieb erhalten und liegt heute als Museumsschiff in New York City.
Die "Padua" blieb ebenfalls erhalten und dient als Schulschiff "Krusenstern" des Russischen Ministeriums für Fischereiwirtschaft in der Matrosenausbildung.
Schulschiff | Museumsschiff | Lübeck | Museum in Lübeck | Segelschiff | Kulturdenkmal (Schleswig-Holstein) | Wahrzeichen
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Passat (Schiff)".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world