Ein Verkehrsflugzeug ist ein Flugzeug, das von Fluggesellschaften im öffentlichen Verkehr betrieben wird und dessen hauptsächlicher Einsatzzweck der kommerziell ausgerichtete Transport von Passagieren oder Frachtgut ist. Die Kapazität kann dabei von etwa vier Personen (kleine Geschäftsflugzeuge) bis zu einem mehrere hundert Personen fassenden Großraumflugzeug reichen.
Die in einem Verkehrsflugzeug vorhandene Ausstattung und der angebotene Komfort richtet sich nach der Art der Fluggesellschaft (siehe auch Billigfluggesellschaft) und der gebuchten Beförderungsklasse (First, Business und Economy).
Verkehrsflugzeuge sind mit einer Druckkabine ausgerüstet, um den Luftdruck im Inneren der Kabine auch in großen Flughöhen auf ein für Menschen normales Niveau halten zu können.
Ein Düsenverkehrsflugzeug ist ein von Strahltriebwerken angetriebenes Verkehrsflugzeug.
Der Markt der Verkehrsflugzeuge mit über 100 Sitzplätzen wird seit der Fusion der beiden amerikanischen Hersteller Boeing und McDonnell Douglas von zwei Anbietern in einem sog. Duopol bedient:
Im Bereich der sog. Regionalverkehrsflugzeuge mit 30 bis 100 Sitzplätzen bieten folgende Firmen Flugzeuge an, wobei die drei ersten den Markt klar dominieren:
Folgende Firmen haben ihre Tätigkeit im Zuge der immer stärkeren Konsolidierung des Flugzeugherstellermarktes seit Ende des 2. Weltkriegs als Entwickler neuer Verkehrsflugzeuge eingestellt bzw. entwickeln zur Zeit keine neuen Typen:
Es sind üblicherweise zwei Triebwerke montiert (Ausnahme: BAe 146), sowie bis zu 70, in manchen Definitionen auch bis zu 120 Sitzplätze. Ein Mittelgang trennt meist die Sitzanordnung 2+2, bei größeren Modellen auch 2+3 oder 3+3.
Von grundlegender Bedeutung ist die Art der Triebwerke. Im Regionalflugverkehr hat ein Turboprop einen deutlichen Geschwindigkeitsnachteil gegenüber den mit Strahltriebwerk betriebenen Regionaljets. Aktuelle Regionaljets erreichen Geschwindigkeiten, die denen von Mittelstreckenflugzeugen in nichts nachstehen, also über 700 km/h. Da es mittlerweile eine große Anzahl dieser Regional-Jets gibt (etwa die CRJ 200 der Bombardier oder die Regionaljets von Embraer), sah es eine Zeitlang so aus, als stünden die Flugzeuge mit Turboprop-Propeller-Motoren vor ihrem Ende. Angesichts steigender Treibstoff-Preise kündigte sich 2005 allerdings so etwas wie eine Renaissance des Turboprop-Antriebs an, was zu einer steigenden Nachfrage sowohl bei ATR als auch bei Bombardier (für die Q-Serie) führte.
Durch den Einbau von so genannten Active Noise Reduction-Systemen wurde zudem der Kabineninnenlärm der Propeller deutlich reduziert.
Ein Vorteil der Turbopropellermaschinen gegenüber den Regionaljets ist die deutlich kürzere Start- und Landestrecke, die sie für Flüge, von und zu kleineren Flughäfen interessant macht. Vergleichbare geringe Werte für Start- und Landestrecke erreichen bei den Regionaljets nur speziell für diesen Zweck entworfene Maschinen, so z.B. die BAe-146, auch Jumbolino genannt.
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