Youth and suitors.jpg Partnerwahl ist der Vorgang, in dem man eine andere Person als Lebensgefährte, Ehe- oder Lebenspartner aussucht. Die geschlechterspezifische Bezeichnung der Werbung eines Mannes um eine Frau wird als Brautwerbung bezeichnet.
Empirische Untersuchungen zeigen, dass beide Hypothesen in der Realwelt zutreffen, wobei die Homogamie weiter verbreitet ist. Eine Mischung von Partnereigenschaften im homogamen Bereich sollte bei den existenziellen Wertvorstellungen und sozialen Normen vorherrschen, während Hobbys und Interessen sich durchaus heterogam ergänzen. Eine entsprechende Untersuchung hat der US-Amerikanische Verhaltensforscher Steven Reiss im Jahr 2000 mit seinem Modell der Kausalattribution empirisch belegt. Mit Hilfe einer umfangreichen Untersuchung durch Befragung von über 6.000 Männern und Frauen aus den USA, Japan und Kanada, die das menschliche Verhalten auf 16 relevante Lebensmotive zurückführt, entwickelte er eine komplexe, nicht hierarchische Ordnung homogamer Grundmotive des Menschen, welche anschließend relativ populär geworden ist. Haben Partner bei den untersuchten grundlegenden Normen überwiegend gleiche oder ähnliche Wertvorstellungen, ist die Wahrscheinlichkeit überzufällig hoch für eine stabile Beziehung.
Die Soziologie beschreibt darüber hinaus, dass Beziehungen, die über mehr als einer soziale Schicht hinweg begründet werden, unterdurchschnittlich erfolgreich stabil sind. Grundsätzlich neigen heterosexuelle Menschen eher zu Partnerschaften, in denen dem Mann die wirtschaftlich dominante Rolle und eine größere Körperhöhe zugestanden bzw. abverlangt wird. Davon abgeleitet werden überzufällig häufig Partnerschaften begründet, in denen der Mann besser qualifiziert und körperlich leistungsfähiger erscheint.
Wichtige Kriterien zur Einstufung eines potentiellen Partners sind Jugendlichkeit (Kindchenschema), guter Ernährungszustand, die Fähigkeit zu gebären (Verhältnis von Taile zu Hüfte), fruchtbares Lebensalter (Ovulation), Gesundheit (lange gesunde Haare, glatte gesunde Haut). Eine Frau muss jedoch zwischen dem besten Genom, auf das von wirtschaftlichem Erfolg geschlossen wird und häuslichen Eigenschaften für die lange Phase der Brutpflege, abwägen. Dieses Dilemma gilt bis heute zwischen der Attraktivitätsausprägungen des sog. „Machos“ einerseits und einem „zuverlässigen Ernährer“ auf der anderen Seite.
Bis die gemeinsamen Nachkommen selbständig sind, haben beide Partner ein Interesse an einer monogamen Beziehung. Das Weibchen muss sicherstellen, dass ihr Partner sie beschützt und versorgt. Das Männchen muss sicherstellen, dass es nicht (zusätzlich) den Nachwuchs eines Konkurrenten versorgt. Eifersucht ist die Folge.
Im Wettstreit um den besten Partner werden beide versuchen, sich besser zu stellen um ihrem Genom einen Vorteil zu verschaffen. Beide werden versuchen, ihren Partner durch Treue an sich zu binden, um sich selbst nebenher mit einem anderen Menschen zu paaren. Lug und Trug sind die Folge. Bei Frauen wird der Hang zum Fremdgehen während der Ovulation als „Gen-Shopping“ bezeichnet. Die weltweite Verteilung der y-chromosmalen (rein männlich vererbten) und mitochondrialen (rein weiblich vererbten) DNA lässt den Schluss zu, dass zumindest entwicklungsgeschichtlich Frauen weniger treu sind als Männer. Da man aber weiß, dass ein Teil der Zeugungen vor dem Hintergrund der Gewalt stattgefunden hat, ist die auf diesen Zusammenhang basierende Aussage zur Treue von Frauen allgemein fraglich.
Einige Wissenschaftler wollen so das verflixte siebte Jahr erklären. Ab einem Alter von ca. sieben Jahren war das Kind selbständig in der Lage mit der Gruppe zu laufen. Elterliche Fürsorge war nicht mehr in dem Umfang notwenig.
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