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Die Partei der Institutionellen Revolution (Partido Revolucionario Institucional - PRI) ist eine politische Partei in Mexiko.

Sie wurde 1929 unter dem Namen Partido Nacional Revolucionario (PNR) gegründet, hieß ab 1938 Partido de la Revolución Mexicana (PRM) und trägt seit 1946 den Namen Partido Revolucionario Institucional (PRI).

Dominierende Rolle der PRI


Von 1929 bis 2000 war die PRI die dominierende Partei Mexikos; sie trug deutliche Züge einer Einheitspartei, weswegen sie häufig auch als “offizielle Partei” bezeichnet wurde. Ihre Vormachtstellung war bis in die 80er Jahre so deutlich, dass von vorn herein feststand, dass die PRI jede Wahl gewinnen würde. Die PRI stellte seit ihrer Gründung bis zur Wahl 2000 sämtliche Staatspräsidenten, bis 1989 sämtliche Gouverneure, fast alle Senatoren und die überwältigende Mehrheit in den Parlamenten auf nationaler, Bundesstaaten- und Gemeindeebene. Bis 1997 verfügte die PRI über die absolute Mehrheit im Abgeordnetenhaus.

Bis in die 70er Jahre waren außer der PRI nur drei Oppositionsparteien für die Teilnahme an Wahlen zugelassen. Zwei davon waren eine linke und eine rechte Abspaltung von der PRI, die jedoch weiterhin enge Kontakte zur PRI hatten und mitunter gemeinsame Kandidaten aufstellten. Nur die Ende der 30er Jahre gegründete konservativ-katholische Partido Acción Nacional (PAN) war eine echte Oppositionspartei.

Unterschiedliche Parteiströmungen


Das politische System Mexikos war lange Zeit de facto ein Ein-Parteien-System. Innerhalb der PRI gab es jedoch eine Vielfalt an Gruppen und Organisationen, die für unterschiedliche und teils einander entgegengesetzte Politiken standen und jeweils hofften, an der nächsten Regierung beteiligt zu sein und mit Posten ausgestattet zu werden.

Sektoren


Die PRI wird oft mit einem dreibeinigen Stuhl verglichen und besteht aus drei Sektoren, über die ein Großteil der Bevölkerung an die Partei gebunden ist: Der Arbeitersektor besteht aus dem Gewerkschaftsbund Confederación de Trabajadores de México (CTM). Der Bauernsektor umfasst den Großteil der auf dem Land Beschäftigten. Im sector popular versammeln sich jene, die sich keinem der beiden anderen Sektoren zuordnen lassen.

Solange die PRI regierte, war die Mitgliedschaft in einem dieser Verbände in vielen Fällen eine Voraussetzung, um am sozialen und wirtschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Durch diese korporatistischen Strukturen gelang es, weite Teile der Bevölkerung zu kontrollieren.

Präsidentschaftswahl 1988


Bei der Präsidentenwahl 1988 kam es erstmals seit Beginn der PRI-Herrschaft zu einer wirklichen Wettbewerbssituation, die den Wahlsieg der PRI infragestellte. Aus Unzufriedenheit über die neoliberale Politik des PRI-Kandidaten Carlos Salinas de Gortari hatte sich die Corriente Democrática von der PRI abgespalten und war zusammen mit anderen linken Oppositionskräften als Frente Democrático Nacional zur Wahl angetreten und hatte Cuauhtémoc Cardenas als Präsidentschaftskandidaten aufgestellt.

Literatur


  • Markus Kampkötter : Emiliano Zapata. Vom Bauernführer zur Legende. ISBN 3-89771-012-9 *
  • Gloria Muñoz Ramírez : EZLN: 20+10 - Das Feuer und das Wort, ISBN 3-89771-021-8 *
  • Luz Kerkeling : La Lucha sigue - Der Kampf geht weiter. Ursachen und Entwicklungen des zapatistischen Aufstands, ISBN 3-89771-017-X, *
  • John Ross : Mexiko. Geschichte-Gesellschaft-Kultur, ISBN 3-89771-018-8 *

Weblinks


Mexikanische Partei

Partit Revolucionari Institucional | Institutional Revolutionary Party | Revolucia Institucia Partio | Partido Revolucionario Institucional | Parti révolutionnaire institutionnel | Meksikos institucinė revoliucinė partija | Institutioneel Revolutionaire Partij

 

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