Darmstadt-Rosenhöhe-2005-03-31.jpg Der Park Rosenhöhe in Darmstadt bildet im Zusammenspiel mit der Mathildenhöhe, den Jugendstilhäusern und dem Hochzeitsturm ein einzigartiges Gesamtkunstwerk. Er dient heute als Naherholungsgebiet und ist auch ein beliebtes Ziel für Rosenfreunde. Neben der Vielzahl von Rosen findet man hier auch weitläufige Wiesen, Obstwiesen, Mammutbäume und andere seltene Bäume.
Um 1810 ließ die Gemahlin des Großherzogs Ludwig II., Großherzogin Wilhelmine, den Park Rosenhöhe als Landschaftsgarten mit teilweise exotischem Baumbewuchs auf dem Gelände eines ehemaligen Weinberges anlegen. Pavillons und Gartenhäuser sowie das heute originalgetreu wiedererrichtete Teehäuschen möblierten den Park zusammen mit einem recht bescheidenen Wohnhaus, das die Großherzogin oft bewohnte.
1826 wurde mit dem sogenannte Alten Mausoleum dem Park ein „ernstes Element“ hinzugefügt. 1910 entstand daneben das Neue Mausoleum.
Das jetzige Herzstück des Parks - das Rosarium - wurde vom letzten Großherzog Ernst Ludwig etwa um 1900 angelegt.
1894 entstand im südlichen Parkteil ein im Gründerzeitstil erbautes Palais, das zunächst von Prinz Wilhelm bewohnt wurde. Nach dessen Tod bezog es die Preußische Gesandtschaft im Großherzogtum Hessen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es in Wohnungen umgewandelt; 1944 brannte es bei einem Luftangriff völlig aus. Heute erinnern noch eine Hecke in den Umrissen des Palais, ein Portal mit Wappen und ein Brunnen an dieses Bauwerk.
Der Park Rosenhöhe ging 1979 in den Besitz der Stadt Darmstadt über. Das nach zwei Weltkriegen vernachlässigte Rosarium wurde wiederhergestellt.
Darmstadt-Rosenhoehe-Altes Mausoleum.jpg | Darmstadt-Rosenhoehe-Neues Mausoleum.jpg
Ein Teil des Parks dient als Begräbnisstätte der Großherzoglichen Familie. Hier findet man das von Georg Moller entworfene klassizistische Alte Mausoleum, welches als Grabstätte für Prinzessin Elisabeth dient. Unweit hiervon steht das vom Architekten Karl Hofmann für die Eltern von Großherzog Ernst Ludwig errichtete Neue Mausoleum. Dies ist dem Grabmal der Kaiserin Galla Placidia in Ravenna nachempfunden.
Das Löwentor wurde 1914 zur Vierten Ausstellung der Künstlerkolonie als repräsentativer Eingangsbereich auf der Mathildenhöhe entworfen. In der ursprünglichen Ausführung ruhten die Löwen auf sechs aus Kunststein gefertigten Doppelsäulen mit ionischen Kapitellen. Nach Ausstellungsschluß wurde das Tor demontiert. Die ebenfalls von Albin Müller konzipierten Säulen wurden 1933 vor dem Hochschulstadion erneut aufgestellt; die Löwen befinden sich seit 1927 auf den neue entworfen Klinkerpfeiler am Eingang der Rosenhöhe.
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