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Die Paralympischen Spiele sind die Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderung. Sie finden jeweils in kurzem zeitlichem Abstand nach den Olympischen Spielen am gleichen Ort der Olympischen Spiele statt. Die letzten Paralympics fanden 2006 in Turin statt. Nicht zu den Paralympics gehören die Deaflympics für Gehörlose und die Special Olympics für Menschen mit kognitiver Behinderung.
Der Begriff „Paralympics“
Der Begriff „Paralympics“ setzt sich zusammen aus
Paralysis, dem griechischen Begriff für Lähmung und
Olympics. Er wird offiziell zum ersten Mal
1988 bei den Olympischen Spielen in
Korea verwendet. Vorher sprach man von "Weltspielen der Gelähmten", "Olympiade der Behinderten" oder "Weltspielen der Behinderten". Da
gelähmt nur auf einen Teil der beteiligten Sportler zutrifft wird der Begriff auch häufig als
Parallel-Olympics oder
Para-Olympics vom griechischen
para,
sich anschließen,
zugehörig,
neben interpretiert.
Geschichte
1948 begannen in
Stoke Mandeville (England) die ersten Sportspiele für Rollstuhlfahrer am selben Tag wie die
Olympischen Spiele von London. Der deutschstämmige Neurologe Sir
Ludwig Guttmann hatte sie initiiert, um die Wettkämpfe der Behinderten mit den Spielen der Nichtbehinderten zu verbinden.
1960 fanden die ersten „Weltspiele der Gelähmten“ in
Rom statt, aber nicht mehr parallel zu den Olympischen Sommerspielen, sondern wenige Wochen später. Seitdem finden die Paralympics alle vier Jahre statt, immer im selben Jahr wie die Olympischen Spiele. Die ersten
Paralympischen Winterspiele fanden
1976 in
Schweden statt. Seit
1988 finden sie auch wieder im selben Ort wie die Olympischen Spiele statt.
IPC
Zu den
Paralympics in Athen nahmen 4000 paralympische Athleten aus 130 Ländern teil, die 566 Wettkämpfe in 18 Sportarten austrugen. Begleitet wurden sie von 2000 offiziellen Teambegleitern.
Die Verantwortung für die Organisation und Entwicklung der Behinderten-Spiele trägt seit
1989 das
Internationale Paralympische Komitee (IPC), das in
Düsseldorf gegründet wurde und seinen Sitz in
Bonn hat.
Klassifizierung
Die Sportler werden in unterschiedliche Kategorien eingeteilt, die international anerkannt sind ("Klassifizierung"). Dabei werden die Art der Behinderung und ihre Auswirkung auf die Ausübung einer jeweiligen Sportart berücksichtigt. Die Klassifizierung ist die Grundlage für faire Wettkämpfe, da sich ähnliche Behinderungen auf die funktionellen Fähigkeiten und Voraussetzungen der Sportler hinsichtlich einer Sportart unterschiedlich auswirken.Bei den einzelnen Sportarten gibt es verschiedene Behinderungsklassen. Aber für alle Sportarten kann man folgende Behinderungsarten unterscheiden:
1. Amputierte
Athleten, denen mindestens ein Hauptgelenk in einem Glied fehlt.
2. Cerebralparetik
Athleten, die an eine Beeinträchtigung des Bewegungsablaufes und der Haltung leiden, bedingt durch Schädigungen eines oder mehrerer Steuerzentren im Gehirn.
3. Sehbehinderte
Athleten, die in unterschiedlichem Maße sehbehindert sind bis hin zu völliger Blindheit.
4. Rollstuhlsport
Sportler, die zur Ausübung ihres Sports einen Rollstuhl benutzen. Die Klassifizierung findet in allen Sportarten statt, die Rollstuhlsportler betreiben (Rollstuhlrugby, Leichtathletik, Rollstuhlbasketball, Tischtennis, Tennis).
5. Les Autres ("Die Anderen, alle Übrigen")
Dieser Begriff umschreibt Athleten mit unterschiedlichen Behinderungen, die den Bewegungsapparat betreffen, die aber in keine der anderen vier Behinderungsklassen eingeordnet werden können.
Weitere Sportwettkämpfe für Behinderte
Weblinks
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