bgcolor="#EFEFEF" | Flag of Papua New Guinea.svg | Papua New Guinea coa.gif | (Details) | (Details) | Amtssprache | Englisch, Tok Pisin, Hiri Motu | Hauptstadt | Port Moresby | Staatsform | Parlamentarische Monarchie | Staatsoberhaupt | Elizabeth II. | Generalgouverneur | Sir Paulias Matane | Woher kommen die Menschen | Regierungschef | Sir Michael Somare | Fläche | 462.840 km² | Einwohnerzahl | 5.545.268 (Stand Juli 2005) | Bevölkerungsdichte | 19,9 Einwohner pro km² | Unabhängigkeit | 16. September 1975 | Währung Komplementärwährung | Kina 1 fathom = 4 Kina | Zeitzone | UTC+10 | Nationalhymne | O arise all you sons of this land | Nationalitätskennzeichen | PNG | Internet-TLD | .pg | Vorwahl | +673 | Papua-Neuguinea-Pos.png | Papua Neuguinea.jpg |
Etwa 80 Prozent der Landesfläche wird von der gebirgigen Insel Neuguinea eingenommen. Daneben gibt es eine Reihe von Inselgruppen. Papua-Neuguinea ist Teil des pazifischen Großraums Melanesien, der von Neuguinea bis zu den Fidschi-Inseln im Osten reicht. Geographisch liegt Neuguinea am Rande des tiefen Ozeanbeckens auf einem stark verformten, bis heute vulkanisch aktiven Teil der Erdkruste. Vom Miozän bis zum Pleistozän faltete sich die Erdoberfläche hier stark und schuf die Buchten, Gebirge und Inselketten des Landes.
Die ganze Insel wird durchzogen von einem etwa 200 km breiten, verästelten Gebirge, das von steilen Tälern und wenig zugänglichen Ebenen geprägt ist. Diese Landesnatur begünstigt die isolierte Stammesbildung, wie sie in Neuguinea stattgefunden hat. Höchster Berg in Papua-Neuguinea ist der Mount Wilhelm mit 4.509 Meter, knapp unterhalb der ganzjährigen Schneegrenze.
Die Landschaften sind äußerst vielfältig und abwechslungsreich. In den durch starke Höhenunterschiede gekennzeichneten Gebirgen befinden sich spitze Bergkuppen, breite Täler, Gletscher, Regenwald, Vulkane, Grasflächen, Hochgebirgswald und alpine Ebenen. Zwischen Gebirge und Küstenland befinden sich Mangrovensümpfe, Savannen, fruchtbares Schwemmgebiet von Flüssen und Regenwald. Der längste Fluss Papua-Neuguineas ist der Sepik. Vor der Nordküste liegen ausgedehnte Korallenriffe.
Klima_madang.png Im Hochland kann es nachts Frost geben, während es an den Küsten ganzjährig Tag und Nacht um die 30 Grad warm ist. Während es im benachbarten Nordaustralien meist heißer, aber trockener ist, gibt es an den Küsten Neuguineas oft eine tropisch hohe Luftfeuchtigkeit. An einigen Küstenstrichen ist die Feuchtigkeit extrem hoch. Die vom Gebirge geleiteten Passat- und Monsunwinde bringen dem ganzen Land regelmäßig tropische Regenschauer.
Neuguinea selbst ist die zweitgrößte Insel der Erde und wird weiträumig von zahlreichen Inselgruppen umgeben, die geographisch in vier Hauptgruppen unterteilt werden können.
Hauptartikel: Sprachen in Papua-Neuguinea
Papua-Neuguinea ist ein Land mit extremer sprachlicher Vielfalt. Unter den rund 5,3 Millionen Einwohnern werden Schätzungen zufolge etwa 770 Sprachen gesprochen (je nach Angabe zwischen 11 Prozent und 25 Prozent der lebenden Sprachen der Welt). Die Zahl der mehrheitlich melanesischen ethnischen Gruppen ist noch größer. Vor dem Hintergrund spielt die wachsende Bedeutung der Pidginsprache Tok Pisin, die sich auf gutem Wege zu einer ausgewachsenen Kreolsprache befindet, eine große Rolle für die nationale Einigung. Sie wird von immer mehr Menschen als Muttersprache beherrscht und gilt als bedeutende Verkehrssprache. Eine weitere, von Teilen der Bevölkerung gesprochene Sprache ist das auf der Motu-Sprache basierende Hiri Motu oder Police Motu.
Das Deutsche Reich und das Vereinigte Königreich lieferten sich bald ein Wettrennen, wer den noch freien Ostteil der Insel zuerst zu eigenem Besitz erklären würde. Nachdem deutsche Kapitäne und der Ornithologe Otto Finsch an der Nordküste mit der Hissung von Flaggen Fakten geschaffen hatten, einigten sich die beiden Staaten 1885, den Ostteil noch einmal in der Mitte zu teilen. Der Norden wurde Kaiser-Wilhelms-Land (KWL) getauft und Schutzgebiet einer großen deutschen Kolonialgesellschaft, der Neuguinea-Kompagnie.
Die Kompagnie machte schlechte Geschäfte und 1899 übernahm das Deutsche Reich das Prestigeobjekt als reguläre Kolonie. Der Name der Kolonie war Deutsch-Neu-Guinea, und sie umfasste außer Kaiser-Wilhelms-Land noch die Inselgruppen der Marianen, der Karolinen, von Palau, Nauru, und die Marshallinseln. 1914 besetzten australische Truppen gleich zu Beginn des Ersten Weltkriegs das deutsche Gebiet, und nach dem Krieg wurde die verlorene Kolonie vom Völkerbund als treuhänderisch zu verwaltendes Mandat an Australien übergeben.
Der Süden wurde am 6. November 1884 zum Protektorat British New Guinea erklärt und am 11. September 1888 annektiert. Der Besitz wurde nach der Unabhängigkeit Australiens 1902 an dieses übertragen. Ab 1905 hieß der Südteil dann Territory of Papua und die faktische Herrschaft der australischen Verwaltung begann.
Der Westteil der Insel blieb holländisch. 1963 erfolgte die Annexion der nun West-Papua bzw. Papua-Barat genannten Provinz durch Indonesien.
Das Land wechselte häufig seine Premierminister – zu nennen wären vor allem Michael Somare und Julius Chan. Unter der Regierung des letzteren kam es 1989 zu einem blutigen Bürgerkrieg auf der Insel Bougainville, dem längsten und opferreichsten des Südpazifik seit dem 2. Weltkrieg, der 1997 beigelegt werden konnte. Bougainville hat seit 2005 den Status einer "Autonomen Region" mit besonderen Rechten.
Vom 18. auf den 19. September 1994 kam es zu heftigen Vulkanausbrüchen auf der Insel Neubritannien, die die Stadt Rabaul fast gänzlich zerstörten.
Papua-Neuguinea ist seit der Unabhängigkeit Mitglied bei UNICEF. Das offizielle Staatsoberhaupt ist Elizabeth II..
Im allgemeinen werden Küstenprovinzen, Hochlandprovinzen und Inselprovinzen unterschieden. Außerdem kann man die Provinzen, die im ehemaligen Mandatsgebiet der früheren deutschen Kolonie Neu-Guinea liegen, von denen des australischen Papua trennen.
Auf dem Gebiet des ursprünglichen Deutsch-Neu-Guinea liegen (von West nach Ost)
Auf dem Gebiet des ursprünglich australischen Territory of Papua liegen (von West nach Ost)
Siehe auch: Liste der Provinzen von Papua-Neuguinea
Im formellen Sektor dominiert der primäre Sektor: Bergbau, Plantagenwirtschaft (Kaffee, Kopra, Kakao und Palmöl) sowie die Holzindustrie. Papua-Neuguinea hat noch auf weiten Flächen unerschlossene Wälder. Weitgehend ist das Land daher von im Rohstoffbereich oft stark schwankenden Weltmarktpreisen abhängig, da die Verarbeitung meist im Ausland stattfindet.
Da Papua-Neuguinea ein Entwicklungsland ist, unterstützt die internationale Gebergemeinschaft, hier insbesondere Australien, das Land. Diese Zahlungen machen einen erheblichen Teil des Staatshaushaltes aus.
Australien und Ozeanien | Papua-Neuguinea | Monarchie (Staat) | Staat | Melanesien
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