| Wappen | Karte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Wappen_Pappenheim.png | Pappenheim-Position.png | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Bayern | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Mittelfranken | bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Weißenburg-Gunzenhausen | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 64,32 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 4.396 (30. Juni 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 70 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 409 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 91788 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 09143 | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | WUG | bgcolor="#FFFFFF" | Amtlicher Gemeindeschlüssel: | 09577158 | bgcolor="#FFFFFF" | Gliederung des Gemeindegebiets: | 9 Ortsteile | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Adresse der Gemeindeverwaltung: | Marktplatz 1 | 91788 Pappenheim
bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.pappenheim.de | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | stadtpappenheim@pappenheim.de | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | 1. Bürgermeister: | Peter Krauß (SPD) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Pappenheim ist eine bayerische Kleinstadt im Altmühltal. Sie liegt im Bezirk Mittelfranken rund 60 Bahnminuten südlich von Nürnberg im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.
Die Gründung der heute noch existierenden Siedlung Pappenheim lässt sich namenkundlich erst in der Zeit um 750 fassen. Die früheste uschriftliche Erwähnung findet sich in einer Urkunde aus dem Jahre 802 als „Papinhaim im Sualafeld“. Darin schenkt Reginsind, die Witwe des Grafen im Thurgau, Vermögen und Besitz „in und um Pappenheim“ dem Kloster St. Gallen. Die im 9. Jahrhundert errichtete St.-Gallus-Kirche ist noch heute Zeugnis dieser Verbindung nach St. Gallen und nicht nur Pappenheims ältestes noch stehendes Bauwerk, sondern auch eines der ältesten in Franken. Oberhalb der St.-Gallus-Kirche, auf dem "Weinberg", findet sich eine weitere Abschnittsbefestigung, bei der es sich vermutlich um eine (vielleicht nicht fertiggestellte) Befestigungsanlage aus der Zeit der Ungarneinfälle im 10. Jh. handelt, die zum Schutz der St. Galler Besitzungen errichtet worden sein könnte.
Die frühmittelalterliche Ansiedlung dürfte im Bereich um diese Kirche herum entstanden sein. Vermutlich bestand zu dieser Zeit auch wieder eine Befestigung auf der "Alten Bürg", die nach Ausweis von Funden bis ins Hochmittelalter hinein bestand hatte. Nach ihrer Zerstörung wurde sie nicht wieder aufgebaut, sondern die Burgstelle auf den Sporn in die Altmühlschlinge hinunter verlegt, was einem allgemeinen Trend der Zeit entsprach. Diese staufische Burganlage wurde im Jahre 1175 fertiggestellt, wie das Weihedatum der Burgkapelle verrät. Erbaut wurde diese Anlage vermutlich als kaiserliche Burg und anfänglich dem Reichsministerialengeschlecht der Calatine, die sich nun Marschälle von Pappenheim nannten, als Lehen, später als Allod überlassen. Acht Jahrhunderte hindurch übte dieses Geschlecht bei allen Kaiserkrönungen sein Amt aus.
Als Residenzstadt wurde Pappenheim zum regionalen Mittelpunkt, und neben vielen Privilegien der Reichsmarschälle wie Halsgericht und Judenschutz hatte die Stadt auch das Asylrecht. 1288 wurde ihr das Stadtrecht nach Weißenburger Vorbild verliehen. 1634 wurde Pappenheim von den Schweden belagert, die alsbald die Stadt einnehmen konnten. Die Burg musste nach tapferem Widerstand erst nach einem Artillerietreffer auf die Brunnenstube übergeben werden. Sie spielte nocheinmal 1705 im spanischen Erbfolgekrieg eine kurze Rolle und wurde von französischen Truppen eingenommen und beschädigt. Danach zerfiel sie zusehends und wurde Anfang des 19. Jh. in eine romantische Ruine umgewandelt, die eher dem Zeitgeschmack entsprach.
Die Reichsministerialen wurden 1627 mit Gottfried Heinrich (siehe: Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim) in den Reichsgrafenstand erhoben.
Bekannt ist der Name der Stadt vor allem durch den Ausspruch: „Ich kenne meine Pappenheimer“. Das Zitat geht zurück auf Schillers Drama „Wallensteins Tod“, in dem der Feldherr Wallenstein sagt: „Daran erkenn' ich meine Pappenheimer.“ Er sagt dies anerkennend zu einer Abordnung der Pappenheimer Kürassiere, die ihn fragen, ob das Gerücht über Verhandlungen mit den Schweden wahr sei. Heute besagt der Ausspruch eher etwas Abwertendes, nämlich "Spitzbuben"
Als „Pappenheimer“ wurden seit dem Spätmittelalter auch die Kloakenreiniger in Nürnberg bezeichnet. Diese Bezeichnung ist auf die Aufgabe der Marschälle zurückzuführen, die Städte vor dem Besuch des Kaisers zu reinigen. Natürlich wurde diese Aufgabe nicht von den Pappenheimern selbst übernommen, sondern von ortsansässigen Bediensteten, auf die der Name abgefärbt hat.
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