| Papageien | ||||||||||||
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| Hellroter.jpg (Ara macao)]] | ||||||||||||
| : | Wirbeltiere (Vertebrata) |
| : | Kiefermäuler (Gnathostomata) |
| : | Landwirbeltiere (Tetrapoda) |
| : | Vögel (Aves) |
| : | Neukiefervögel (Neognathae) |
| : | Papageien |
Papageien ernähren sich vor allem von pflanzlicher Kost wie Früchten, Samen, Blüten, Blätter, Rinde, Wurzeln mit je nach Art unterschiedlichen Anteilen tierischer Beikost vor allem Insekten und Insektenlarven. Die in der Nahrung enthaltenen Pflanzengifte werden scheinbar problemlos vertragen. Fast alle Papageienarten brüten in Höhlen, vor allem in Baumhöhlen, Erdhöhlen aber auch in Termitenbauten. Der Mönchssittich (Myiopsitta monachus) legt als einzige Art Gemeinschaftsnester in der Art von Webervögeln an.
Mit diesem Fuß führen viele Papageienarten Nahrung zum Schnabel, was nur in Ausnahmefällen in anderen Vogelgruppen vorkommt. Das zweite wichtige Merkmal ist der Papageienschnabel, der eine Vielzahl von Aufgaben (Knabbern, Knacken, Halten, Aufschneiden, Aufnehmen von Nektar ...) besitzt und sehr variabel eingesetzt wird. Nektarfressende Papageien wie Lories besitzen oft eine Pinselzunge, die zur Aufnahme von Flüssigkeit gut geeignet ist. Der Papageienschnabel ist eine hochabgeleitete Schnabelform!
Einige Arten Papageienvögel wurden aufgrund von Habitatverlusten und Abfang für den Handel bereits ausgerottet, bei weiteren Arten steht die Ausrottung kurz bevor. Die Haltung und der Handel von Papageien unterliegen daher Artenschutzvorschriften.
Auch den gegenläufigen Trend, nämlich die Ausbreitung von aus Gefangenschaft entkommenen bzw. freigesetzten Tieren gibt es. Wenige Arten sind in der Lage als Neozoen in einer für sie zunächst fremden neuen Umwelt, meist Innerstädisch, stabile Populationen aufzubauen. Die beiden wichtigsten Arten der Papageien, die in Europa als Neozoen auftreten sind Halsbandsittiche und Mönchssittiche.
Neuere Forschungen wie die der Wissenschaftlerin Irene Pepperberg zeigen, dass Papageien nicht nur 'nachplappern', sondern auch bedeutungsbezogen sprechen können. Am begabtesten sind dabei die Amazonen, die Aras aus Südamerika, australische Kakadus und der Graupapagei.
Ihre Intelligenz wird mit der von Affen oder Menschen verglichen, was aber nach wie vor zweifelhaft bleibt. Irene Pepperberg trainierte ihren Graupapagei Alex zunächst, indem sie beispielsweise die Worte für bestimmte Farben, Formen und Materialien von Gegenständen vorsagte, bis er sie beherrschte. Nach bestimmter Zeit brachte der Papagei die Wörter mit den jeweiligen Gegenständen in Verbindung. Die Anzahl der Dinge konnte er bis zu einer Zahl von sechs oft ohne Schwierigkeit wiedergeben. Wenn Alex gefragt wurde, welche Merkmale von verschiedenen vorhandenen Gegenständen gemeinsam hatten, antwortete er oft richtig, indem er Farben und Materialeigenschaften bezeichnete. In Filmaufnahmen wirkt einiges wie gezieltes erraten und nicht wie sicheres zuordnen. Auch die Gedächtnisleistungen dieses Papageien waren erstaunlich, auch sie entsprachen - nach Ansicht von Pepperberg - ungefähr der von Schimpansen.
Die Sprachfähigkeit der Papageien beruht wie beim Menschen auf Bewegungen der Zunge, die Laute werden also nicht im Sprechorgan gebildet, ohne weiter verändert zu werden, wie bisher angenommen.
Strunden, H. (1984): Papageien einst und jetzt. Horst Müller Verlag (Derzeit auf das einzige verfügbare Werk über die Geschichte der Papageienkunde und Haltung; In Details nicht immer verlässlich; ein wirklich gutes Buch zum Thema fehlt noch)
Zu Papageienvögeln existieren umfangreiche kostenfreie Webangebote, die seit Jahren ausgebaut werden. Informationen zum sprechenden Papagei Alex finden sich auf den Seiten von Irene Pepperberg bzw. der Alexfoundation. Grundlegene Informationen zu Papageienvögeln, ihrer Geschichte in Gefangenschaft sowie zahlreichen Informationen zu Haltung und Zucht und speziellen Arten sowie einen umfangreichen Literaturindex bieten die Seiten der Arbeitsgemeinschaft Papageiennetzwerkund des Institut für Papageienforschung e.V.. Über Papageienneozoen in Europa existiert ebenfalls ein umfangreiches Webangebot. Der Arndt-Verlag bietet eine englischsprachige Version seines LEXICON OF PARROTS zu Papageienarten und Unterarten an. Auch die wichtigsten Papageienschutzorganisationen wie der Fonds für bedrohte Papageien der ZGAP, die Loroparque Fundacion bzw. der deutschsprachige Ableger des englischen World Parrot Trust sind im Netz vertreten.
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