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Pantone-pcket-guide.jpgPantone ist der Name einer Firma, die das Pantone Matching System entwickelt hat. Ursprünglich ein dringend benötigtes Farbangleichungssystem subtraktiver Farbmischung für die "arrivierten" Mode-Designer der Metropolen Mailand/London/Paris/New York mittels "Farbfächern". Es handelt sich heute um ein erweitertes System, das Gebrauchsfarben eine einheitliche Bezeichnung/Kennung/Nummerierung und eine einheitliche Farbmischungsbeschreibung in den verschiedenen Farbräumen (RGB, CMYK, HSV, etc.) zuordnet. Damit wurde von Pantone ein Quasi-Standard geschaffen, den professionell mit Farben arbeitende Branchen als einheitliche Kommunikationsplattform verwenden können. Die Rechte von Pantone Inc. erstrecken sich dabei lediglich auf die Benennung der Farben, nicht auf die Farbmischungen selbst.

Außerdem bietet die Firma Pantone Zubehör für die Arbeit mit Farben an, zum Beispiel Kataloge und Tabellen, Software, Geräte zum identifizieren von Farben (Densitometer) sowie Stifte in Pantone-Farben.

In Deutschland gibt es bereits ein ähnliches System namens RAL, welches sich jedoch mehr auf "echte" Farbmischungen bezieht (unter anderem bei der Pulverbeschichtung von Metalloberflächen, zum Beispiel bei Verkehrszeichen, verwendet), während Pantone eher im Bereich von Medien/IT- und Mode-/Textil-Design/Accessoires eingesetzt wird. Im Druckgewerbe wird in Deutschland immer häufiger ein weiteres ähnliches System angewendet: Das HKS-Farbfächer System von Hostmann-Steinberg Druckfarben, K + E Druckfarben und H. Schmincke & Co (Künstlerfarben)

Mit dem Pantone-System ist in Color Matching Systemen bei relativ vielen Farben eine hohe Übereinstimmung zwischen der Sonderfarbe und der Vierfarbsimulation (CMYK) zu erzielen.

Pantone war eine ausgehandelte Farbsystematisierung nach dem Bedürfnis der Modedesigner und wurde nachher zu einem "Blow Up"-Style der 60er und frühen 70er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts (für die Graphik z.B. der späte Lichtenstein und Warhol). Außer der Maschenkunst bekam das gesamte Produktdesign (im Besonderen das der Bauhausnachfolger) "standardisierte" Farben – neben den vielen "grellen" "Leuchtfarben" (Primär-/Sekundärfarben) auch mehrfach gebrochene Mischungen (Tertiärfarben - aus allen drei Grundfarben) wie "Aubergine"- "Bordeaux"- orangebraune oder olive/grünbraune (im Modebereich Khakitöne) Farben.

Um auf unterschiedlichen Papieren ein gleiches Erscheinungsbild zu gewährleisten, unterscheidet man Druckfarben nach dem Bedruckmaterial. So kennzeichnet auch Pantone mit einem an die Farbnummer angehängten Buchstaben - U = uncoated (ungestrichen), C = coated (gestrichen). In Werberichtlinien für Firmen (Corporate Identity oder CI) ist deshalb bei Farbdefinitionen nur die Farbnummer anzugeben. Die Unterscheidung in C oder U erfolgt dann bei der Auswahl des Bedruckmaterials (ungestrichener Briefbogen, gestrichene Visitenkarte usw.). Erfolgt der Druck auf gestrichenem und ungestrichenem Untergrund mit der gleichen Farbe (was technisch durchaus möglich ist), ist in der Regel eine deutliche Abweichung des fertigen Farbtones die Folge. Ein weiteres gebräuchliches Kürzel bei Pantone ist 2X für die Farbwirkung bei doppeltem Druck mit der gleichen Farbe.

Der Kraft Foods Konzern hat bspw. für das Lila der Milka-Produkte eine Farbmarke beim deutschen und europäischen Patentamt eintragen lassen sowie über die Registrierung bei der WIPO in Genf (World Intellectual Property Organization) einen weltweiten, internationalen Schutz dieser Farbmarke erreicht. Auch dieses Milka-lila ist eine Pantone Farbe - eine Sonderfarbe, die zwischen zwei Nummern des Pantone-Farbfächers angesiedelt ist.
Die seit 2003 neue Puma-Erkennungsfarbe rot hat bei Pantone den Farbcode 486.
Pantone sorgt dafür, dass gedruckte Farben überall auf der Welt gleich aussehen und erstellt dafür Farbmusterfächer auf den unterschiedlichsten Druckmaterialien. Selbst Kunststoffchips (transparent und opak) oder Stofffächer in Pantonefarbtönen sind erhältlich. Das ist für weltweit agierende Wirtschaftsunternehmen von besonderem Interesse, da die Marke weltweit einen sehr hohen Wiedererkennungswert hat, bspw. Coca-Cola oder Lufthansa mit dem Lufthansa-Gelb (= Pantone-Farbcode-Nr. 1235) als Druckfarbe, das eigentliche Lufthansa-Gelb ist RAL 1028.

Die Pantonefarben werden aus 14 Grundfarben gemischt (Schwarz & Weiß werden oft irrtümlicherweise als 2 Farben hinzugezählt).

Weblinks


Farbsystem

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