Der Palazzo Madama in Turin ist ein repräsentativer Stadtpalast, der den Herrschern von Savoyen als Wohnsitz diente. Er beherbergt heute ein Kunstmuseum.
Im 18. Jahrhundert wurde der Palast gründlich umgestaltet, erhielt eine neue Fassade, ein Atrium und ein repräsentatives Treppenhaus. 1848 wurde der Palazzo Madama Sitz des oberitalienischen Senats, seit 1934 wird er als Museum genutzt.
Die Fassade wurde aus einem elfenbeinfarbenen Kalkstein aus dem Susa-Tal erbaut, der durch seine helle und durchscheinende Wirkung die auf Transparenz angelegte Architektur unterstreicht. Der zweigeschossige Bau ist untergliedert in sechs Joche. Vier Reliefs mit Trophäen rahmen die drei Arkaden-Portale ein, die jeweils mit mächtigen Löwenköpfen als Schlusssteine der Bögen verziert sind. Die Reliefs stammen von Giovanni Baratta. Der Bau wird bekrönt durch eine Balustrade mit Vasen und vier allegorischen Figuren über dem Mittelrisalit, die Macht, Wohlstand, Fruchtbarkeit und Gerechtigkeit verkörpern.
Zwischen 1883 und 1885 wurden die drei mittelalterlichen Seiten des Palastes unter der Leitung von Alfredo d'Andrade gründlich im Sinne des Historismus restauriert. Das heutige Bild des Palastes wird durch Andrades Vorstellungen und seine Restaurierungsmaßnahmen, für die er eigens 30.000 besondere Ziegel brennen ließ, bestimmt.
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Palazzo Madama e Casaforte degli Acaja | Palazzo Madama i Torino
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