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Das Paläozoikum, auch Erdaltertum, ist das älteste der drei Erdzeitalter (Ären) in die das Äon Phanerozoikum innerhalb der geologischen Zeitskala geteilt wird. Es umfasst den Zeitraum von 542 Millionen Jahren bis 251 Millionen Jahren vor der Gegenwart. Auf das Paläozoikum folgt das Mesozoikum. Das jüngste Zeitalter im Phanerozoikum ist dann das Känozoikum (Erdneuzeit).

Stellung des Paläozoikums im Phanerozoikum


  • Phanerozoikum
    • Känozoikum (65,5 mya (million years ago) - heute)
    • Mesozoikum (251 - 65,5 mya)
    • Paläozoikum (542 - 251 mya
Vor dem Äon Phanerozoikum liegen die Äonen

Einteilung des Paläozoikums


Eingeteilt wird das Paläozoikum in folgende Perioden:

Vor dem Kambrium liegt das so genannte Präkambrium, es umfasst die Äonen Proterozoikum, Archaikum und Hadaikum, ab der Entstehung der Erde vor ca. 4,560 Milliarden Jahren bis zum Paläozoikum.

Leben im Paläozoikum


Das Paläozoikum begann mit dem Auftreten kleiner, hartschaliger Fossilien, der so genannten small shelly fauna an der Basis des Kambrium, in der Stufe des Tommotium. Im Kambrium entwickelten sich dann fast alle auch heute noch existierenden Stämme des Tierreichs.

Das Leben beschränkte sich anfangs auf die Ozeane. Am Ende des Ordoviziums kam es zeitgleich mit der oberordovizischen Vereisung zu einem Massenaussterben, ebenso am Ende des Devon. Aus oberdevonischen Schichten geht jedoch hervor, dass das Leben schon das Land erobert hatte, es sind die ersten Amphibien überliefert, die zumindest teilweise an Land lebten. Pflanzen vollzogen den Sprung auf das Land vermutlich schon im späten Ordovizium.

Im Karbon und Perm waren die Kontinente bereits von einer vielfältigen Fauna bewohnt und von den Wäldern bewachsen, deren Fossilien man heute in den alten Steinkohlenflözen findet. Die größten tierischen Formen dieser Zeit stellten die Therapsiden, säugetierähnliche Reptilien.

Am Ende des Paläozoikums, im oberen Perm kam es dann zu einem der größten Massenaussterben der geologischen Geschichte. Über einen Zeitraum von größenordnungsmäßig zehn Millionen Jahren starben zwischen 75 und 90 Prozent aller damals existierenden Arten. Die später im Mesozoikum so erfolgreichen Ammonoideen entgingen äußerst knapp der Auslöschung, nur zwei oder drei Arten überlebten die Krise im Perm bis in die nachfolgende Trias.

Geologische Befunde sprechen für eine Verschlechterung des Klimas als mögliche Ursache der Katastrophe. Die Polregionen waren im Perm von Kontinenten bedeckt, auf denen sich große Inlandeismassen bildeten. Das geographische Verbreitungsgebiet vieler tropischer, wärmeliebender Arten war auf die Tethys beschränkt, einen Meeresgolf, der von Osten in den Superkontinent Pangäa hineinragte.

Siehe auch


Literatur


  • Steven M. Stanley, 1998: Wendemarken des Lebens, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, ISBN 3827404754

Weblinks


Das paleomap-project auf http://www.scotese.com bietet plattentektonische Rekonstruktionen der Kontinentanordnung im Paläozoikum:

  • Kambrium: http://www.scotese.com/newpage12.htm
  • Ordovizium: http://www.scotese.com/newpage1.htm
  • Silur: http://www.scotese.com/newpage2.htm
  • Devon: http://www.scotese.com/newpage3.htm
  • Karbon: http://www.scotese.com/late.htm
  • Perm: http://www.scotese.com/newpage5.htm

Erdzeitalter

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