Der Planungsverband Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main (PVFRM) ist Träger der Regional-, Flächennutzungs- und Landschaftsplanung in der Stadtregion Frankfurt. Darüber hinaus ist er ein wichtiger Akteur auf dem Feld der interkommunalen Kooperation und Initiator zahlreicher Projekte im Stadt-Umland-Bereich von Frankfurt am Main.
Der Planungsverband ist Rechtsnachfolger des durch das Ballungsraumgesetz aufgelösten Umlandverbands Frankfurt (UVF), eines Stadt-Umland-Verbands, der seit seiner Gründung 1975 für überkommunal bedeutende Planungs-, Trägerschafts- und Durchführungsaufgaben in der Stadtregion verantwortlich war.
Der ehemalige Umlandverband war parteipolitisch sehr umstritten und wurde vor allem von den bürgerlichen Parteien in Frage gestellt. Nach deren Regierungsantritt in Hessen 1999 wurde auf eine Auflösung des UVF hingearbeitet, um Kompetenzen an die Gemeinden und Landkreise zurückzugeben. Die durch das Ballungsraumgesetz geschaffenen Strukturen sind weit weniger verbindlich als die früheren, auch der Planungsverband hat deutlich weniger Kompetenzen als der ehemalige Umlandverband.
Mitglieder sind die kreisfreien Städte Frankfurt am Main und Offenbach am Main, sämtliche Gemeinden der Kreise Main-Taunus, Hochtaunus und Offenbach, der nördliche Teil des Kreis Groß-Gerau um Rüsselsheim, der westliche Teil des Wetteraukreises (die Gemeinden des früheren Landkreis Friedberg) sowie der westliche Teil des Main-Kinzig-Kreises (ehemaliger Landkreis Hanau) mit der Kreisstadt Hanau. Nur die Städte und Gemeinden sind Mitglieder im Verband, nicht jedoch die Landkreise.
Die Kernstädte am Rande des Rhein-Main-Verdichtungsraums und ihre jeweiligen Umlandregionen sind nicht Mitglied im Planungsverband, nicht einmal die auf hessischem Gebiet liegenden Großstädte Wiesbaden und Darmstadt.
Der Regionale Flächennutzungsplan (RegFNP) wird der erste seiner Art in der Bundesrepublik sein.
Der Planungsverband erhebt zur Finanzierung seiner Aufgaben eine Verbandsumlage.
Jede Mitgliedsgemeinde entsendet einen Delegierten in die Verbandskammer. Der Vertreter der Stadt Frankfurt hat zwölf, der von Offenbach vier, der Hanaus drei, die Vertreter von Bad Homburg und Rüsselsheim je zwei, die übrigen Gemeinden eine Stimme. Die Rückkehr zum Delegiertenprinzip spiegelt die geringeren Kompetenzen des neuen Verbands wieder; der Verbandstag des UVF wurde noch direkt von den Bürgern gewählt. Notwendig ist die Gemeindekammer, weil der Regionale Flächennutzungsplan ein Ersatz für den nach Baugesetzbuch von den Kommunen zu erstellenden Flächennutzungsplan darstellt und somit von den Kommunen mit abzustimmen ist.
Der Verbandsvorstand besteht aus einem hauptamtlichen Verbandsdirektor (z.Z. Stephan Wildhirt, SPD), einem hauptamtlichen Ersten Beigeordneten (Jens Scheller, GRÜNE) und einem ehrenamtlichen Beigeordneten (Horst Lehr, SPD). Die Mitglieder des Verbandsvorstands werden von der Verbandskammer für sechs Jahre gewählt.
Darüber hinaus besteht eine Geschäftsstelle. Diese hat, wie der Verbandvorstand, ihren Sitz in Frankfurt in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs.
Stadt-Umland-Organisation | Frankfurt am Main | Offenbach am Main | Hessen
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world