Die PS/2-Schnittstelle (PS/2-Anschluss, PS/2-Port, ursprünglich Auxiliary Port) ist eine weit verbreitete serielle Schnittstelle für Eingabegeräte wie die Tastatur und Maus, seltener auch für andere Zeigegeräte wie Trackball oder Grafiktablett. Die PS/2-Schnittstelle wird beispielsweise bei Personal Computern eingesetzt, dort jedoch zunehmend durch USB verdrängt.
Der PS/2-Anschluss wird jedoch nach und nach vom schnellen USB-Anschluss abgelöst. Viele neue Hauptplatinen haben keine PS/2-Anschlüsse mehr. Bei solchen Hauptplatinen muss der Benutzer auf PS/2-USB-Umwandler zurückgreifen. Die vielen Mäusen und einigen Tastaturen beigelegten Adapter von oder auf USB sind rein elektrische Adapter, sie funktionieren nicht mit beliebigen Geräten, sondern nur mit den gelieferten, PS/2- und USB-geeigneten Geräten. Das angeschlossene Gerät unterscheidet aufgrund der zwischen USB und PS/2 unterschiedlichen Signalpegel auf Takt- und Datenleitungen zwischen PS/2- und USB-Betrieb. Ein nicht USB ausgelegtes PS/2-Gerät funktioniert mit diesen Adaptern genauso wenig wie ein nicht auf PS/2 ausgelegtes USB-Gerät. Typisches Kennzeichen für einen "echten" PS/2-USB-Umwandler ist zum einen ein Gehäuse für die Elektronik (meistens mitten im Kabel), zum anderen bieten fast alle Umwandler zwei PS/2-Anschlüsse, je einen für Maus und Tastatur.
Bei Desktop-PCs sind üblicherweise zwei PS/2-Buchsen vorhanden, je eine für Maus (oder anderes Zeigegerät wie z.B. Trackball) und Tastatur. Die Anschlüsse sind in der Regel farbkodiert, die Tastatur hat violette und die Maus grüne Stecker bzw. Buchsen. Die Farbtöne sind im PC 99 System Design Guide von Intel und Microsoft vorgeschrieben. Obwohl sie die gleichen Steckverbinder und sogar die gleiche Pinbelegung haben, kommen für Maus und Tastatur unterschiedliche Protokolle zum Einsatz, so dass die Stecker nicht vertauscht werden sollten.
An Notebooks und einigen kompakten Industrie-PC-Hauptplatinen ist dagegen nur eine PS/2-Buchse vorhanden, die fast immer für Maus und Tastatur geeignet ist und – außer bei sehr alten Modellen – auch für beides gleichzeitig. Maus und Tastatur unterscheiden sich in ihrem Verhalten beim Einschalten bzw. Reset, so dass das Notebook zwischen beiden unterscheiden kann, wenn sie direkt angeschlossen sind. Um beide gleichzeitig anschließen zu können, werden die beiden ansonsten ungenutzten Pins in der Buchse als zusätzliche Takt- und Datenleitungen benutzt. Ein Y-Kabel verbindet +5V und GND des Steckers (Notebook) mit beiden Kupplungen, und je ein Paar aus Takt- und Datenleitungen mit je einer Kupplung. Es werden also nicht einfach alle Kontakte parallel geschaltet, dabei würden sich Maus und Tastatur gegenseitig blockieren.
Einige Hersteller haben die freien Pins auch für andere Zwecke benutzt, z.B. um eine Maus für den kombinierten Betrieb an PS/2 und RS232 auszulegen, oder um mit einer zusätzlichen Taste auf der Tastatur den PC einzuschalten. Dies kann bei bestimmten Kombinationen von Computern und Mäusen bzw. Tastaturen zu Problemen führen.
Sehr moderne Systeme, voran Notebooks, haben die PS/2-Schnittstelle zugunsten des flexibleren und Hot-Plug-fähigen USB komplett aufgegeben. Für alte Betriebssysteme simuliert das BIOS aber weiterhin die PS/2-Schnittstelle, auch wenn Maus und Tastatur in Wirklichkeit über USB angeschlossen sind.
Die Schnittstelle ist nicht für Hot-Plug, also Stecken im laufenden Betrieb, geeignet, weder das Protokoll noch die Steckverbinder erlauben dies. In vielen Fällen funktioniert es dennoch, häufiger bei Tastaturen als bei Mäusen, man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass Computer, Tastatur und Maus dabei zerstört werden könnten.
| Clock | Data | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1 | 1 | PC ist bereit Daten von der Tastatur zu empfangen. |
| 1 | 0 | PC zeigt mit Startbit an, dass er Daten zur Tastatur schicken will. |
| 0 | 1 | PC ist busy bzw. beschäftigt und kann zur Zeit nichts empfangen. |
| 0 | 0 | PC wird gerade gereseted bzw. zurückgesetzt. |
Grundsätzlich kommt der Takt von der Tastatur, sowohl zum Senden von Daten an den PC, als auch zum Empfang von Daten vom PC. Die Frequenz kann beachtlich schwanken, da der interne Oszillator der Tastatur meist aus Kostengründen ein RC-Oszillator ist. Die Kommunikation zwischen Tastatur und PC geschieht nur über zwei Leitungen (Data und Clock) bidirektional. Somit sind grundsätzlich nur 4 verschiedene Anfangszustände möglich.
In den Diagrammen sind die Übergänge als Flanken gezeichnet, um besser den Verlauf erkennen zu können. Nimmt man es ganz genau, geschieht der Übergang von high auf low nahezu abrupt (durch den niederohmigen Transistor). Der Übergang von low auf high ist dagegen eher seicht und folgt der Form einer e-Funktion (RC-Glied aus Leitungskapazität und Pullup-Widerstand).
Daten vom KBD.png
Das erste Diagramm zeigt den Verlauf der Daten kurz nach dem Einschalten des Computers. In diesen Beispiel wird von der Tastatur ein BAT = $AA geschickt.
Daten vom PC.png
Das zweite Diagramm zeigt, wie Daten zur Tastatur übertagen werden.
Nach diesem Befehl Set LED würde die Tastatur mit Ack auf Byte-ebene den Befehl als Verstanden quittieren. Als nächstes kann dann der PC z.B. den Parameter $02 übertragen (NumLock LED an). Die Befehlsübersicht steht unter Scancode.
PS/2 | IBM Personal System/2 | PS/2 | PS/2 | IBM PS/2 | PS/2 | PS/2 | PS/2 | PS/2 | PS/2 | PS/2
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"PS/2-Schnittstelle".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world