Bei einem Phase-locked loop, abgekürzt PLL, handelt sich um einen phasengekoppelten Regelkreis, eine häufig verwendete Schaltung der Elektronik, die u. a. für die Taktsynchronisation verwendet wird. Gewöhnlich wird auch ein integriertes elektronisches Bauteil als PLL bezeichnet, welches hauptsächlich einen geregelten Oszillator darstellt, wenn dieses einen phasengekoppelten Regelkreis benutzt, um sich auf eine Referenzfrequenz zu synchronisieren.
Beispielhaft für ein viel verwendetes Bauteil ist der 4046 aus der CMOS-Logikfamilie. Er enthält zwei je nach Anwendungszweck frei wählbare Phasenvergleicher.
Durch das Hochmultiplizieren der Vergleichsfrequenz wird dem Ausgangssignal des PLL allerdings eine Rauschkomponente hinzugefügt (Es wird nicht nur die Frequenz multipliziert, sondern auch die Schwankungen der Frequenz), die meist unerwünscht ist. Die Güte einer PLL misst sich deshalb insbesondere an der spektralen Reinheit und der Rauscharmut (v. a. Phasenrauschen) der Ausgangsfrequenz.
Die Arbeitsweise von PLL lässt sich einfach beschreiben mit: "Vorgabe einstellen, Einstellung prüfen, ist die Einstellung ungenau, wird nachgeregelt. Anderenfalls nicht, und der Kreislauf beginnt wieder und wieder."
Interessant ist dabei, eine Schaltung zu konzipieren, die den VCO in möglichst wenigen Zyklen auf die gewünschte Frequenz einregelt. PLL Regelkreis:
Der Tiefpass ist auch von grundlegender Bedeutung für die Funktionsweise des Phasendetektors. Wünschenswert als Ausgangssignal des Detektors wäre eine reine Gleichspannnung, die direkt proportional zu der Phasenverschiebung zwischen den Eingangssignalen des Detektors ist. Reale Phasendetektoren zeigen jedoch kein solch ideales Verhalten, sondern sind an ihrem Ausgang immer von verschiedenen Frequenzen überlagert. Werden diese Frequenzen nicht herausgefiltert, sondern direkt an den VCO weitergegeben, kommt es aufgrund dessen zu einer Frequenzmodulation des VCO.
Es gibt dennoch PLL-Varianten, die ohne Filter arbeiten. Sie werden PLL 1. Ordnung genannt.
Neben der Anwendung als Frequenzerzeuger werden PLL-Schaltungen vor allem zur Demodulation von frequenz- oder phasenmodulierten Signalen, für Taktsynchronisation und Taktrückgewinnung eingesetzt.
Je nach dem für welche Anwendung der PLL verwendet wird, unterscheidet sich auch, wo das Ausgangssignal abgegriffen wird. Die Frequenz des Oszillators wird z. B. bei Frequenz-Modulatoren verwendet, bei der Verwendung als Demodulator eines FM-Signals die Abstimmspannung des VCO.
Taktrückgewinnung: Einige Datenströme, besonders serielle Hochgeschwindigkeits-Datenströme (z. B. der Datenstrom von einem Magnetlesekopf einer Festplatte), werden ohne einen getrennt gesendeten Takt gesendet. Die Elektronik der Festplatte erzeugt nur eine recht ungenaue Taktfrequenz und passt diese dann mit Hilfe der Flanken im Datenstrom an. Damit dies jedoch funktioniert, muss der Datenstrom natürlich genug Flankenwechsel beinhalten. Dies wird durch bestimmte Codierungen erreicht. Die Manchestermethode ist eine recht einfache und bekannte Form einer solchen Codierung.
Taktsynchronisation: Wenn parallel mit dem Datenstrom ein Takt gesendet wurde, so muss dieser, bevor er zur Verarbeitung der Daten genutzt werden kann, wiederaufbereitet werden. Dies kostet jedoch einige Zeit, sodass Takt und Daten zunächst nicht mehr synchron zueinander sind. Der PLL sorgt dafür, dass der wiederaufbereitete Takt und der ursprüngliche Takt (und somit die Daten) wieder synchron sind.
Siehe auch: Frequency Locked Loop (FLL), Direct Digital Synthesis (DDS), Delay-Locked Loop (DLL)
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