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Basisdaten
Staat: Mexiko
Bundesland: Michoacán
Gemeinde: Pátzcuaro
Fläche: 435,96 km²
Einwohner: 45.000
Anteil indigener Bevölkerung: 9,9 %
Adresse der
Stadtverwaltung:
Portal Hidalgo #1
Centro
Offizielle Website: www.patzcuaro.gob.mx
Politik
Bürgermeister: Mercedes Calderón

Pátzcuaro bedeutet in der Sprache der Purépecha „Ort der Steine“ und ist eine Kleinstadt im mexikanischen Bundesstaat Michoacán. Der Ort ist ein Pueblo Mágico.

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Geographie


Lage

Pátzcuaro befindet sich 19°51'N 101°61'W und liegt in den Bergen des mexikanischen Bundesstaates Michoacán inzwischen mehrerer Pinienwälder. Zum Norden hin liegt der See von Pátzcuaro, einer der höchsten Seen Mexikos. Die dortigen Schmetterlingsfischer sind zu einem Wahrzeichen Mexikos geworden und auch auf den 50-Peso-Banknoten abgebildet. Pátzcuaro liegt zwischen den Städten Morelia und Uruapan und ist von den beiden Städten etwa jeweils eine Autostunde entfernt.

Klima

Durch die Höhe ist das Klima in Pátzcuaro für Mexiko verhältnismäßig mild.

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Geschichte


Pátzcuaro wurde offiziell 1540 gegründet. Die Stadt entwickelte sich schnell zu einem religiöses Zentrum und die frühen Einwohner Pátzcuaros glaubten, dass die Stadt die Eingangspforte zum Himmel sei, wo die Götter ein- und ausgehen. Der eigentliche Grund für die religiöse Entwicklung des Ortes liegt jedoch in seiner vorkolonialen Geschichte: Das Purépecha-Volk siedelte an dieser Stelle schon unter ihrem König Curateme im Jahre 1324. 1362 wurde es von Fanacun komplett erneuert. Der ursprüngliche Name war Tzacapu-ansucutin-patzcuaro: Tor zum Himmel oder auch Ort wo man die Schwärze macht. Der heutige verkürzte Name Pátzcuaro dagegen heisst Ort der Steine oder auch Ort der Freude. Als die spanischen Eroberer unter Nuño Guzmán de Beltrán diese Gegend auf der Suche nach Gold ausplünderten und der damalige Purépecha-König die Goldverstecke nicht verraten wolle oder konnte, wurde er lebendig verbrannt. Diese Gewalttaten gegen die indigenen Ureinwohner führten dazu, dass er durch den Priester und Rechtsgelehrten Don Vasco de Quiroga ersetzt wurde. Don Vasco de Quiroga half den Purépechas mit der Errichtung von Schulen und Krankenhäusern. Er wird bis heute von den indigenen Menschen in Pátzcuaro verehrt und liebevoll Tata Vasco genannt.

Politik


Bürgermeisterin ist seit 2005 die Harvard-Absolventin Mercedes Calderón.

Wirtschaft und Infrastruktur


Pátzcuaros Haupteinnahmequellen sind der Tourismus und der Fischfang im See von Pátzcuaro.

Märkte und Einkaufsmöglichkeiten

Pátzcuaro hat sehr viel Märkte. Am Freitag findet der große Markt in der Stadt statt, an dem die Indios aus den umliegenden Dörfern kommen, um ihre Waren zu verkaufen. In Pátzcuaro gibt zudem es noch einen der wenigen Märkte in Mexiko, auf denen wie ursprünglich Tauschhandel akzeptiert wird.

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Tourismus


Pátzcuaro wurde zum Pueblo Mágico, also zum magischen Ort erklärt - nicht zuletzt deshalb ist Pátzcuaro einer der großen touristischen Ziele im mexikanischen Inland. Das Stadbild im Zentrum wurde vereinheitlicht: weiße Fassaden, rote Ziegeldächer und die gleichen Schrifttypen und -farben für Hinweisschilder.

Sehenswürdigkeiten

Der Plaza Vasco de Quiroga ist mit dem Plaza de Armas in Nazca (Perú) der einzige Hauptplatz Lateinamerikas, an den kein religiöses Gebäude anschließt. Hier findet man ein Haus mit vermauertem Fenster, das auf die tragische Geschichte zwischen einem unstandesgemäßen Liebespaar zurückgeht.

Im Osten der Stadt findet man die Basílica de Nuestra Señora de la Salud, die zwischen 1546 und 1554 errichtet wurde. Diese Kirche wird nach wie vor sehr von den Indios verehrt, denn hier liegt Don Vasco de Quiroga begraben.

Eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit ist die Callejuela de los Once Patios, ein altes Kloster mit verwinkelten Gassen und elf Höfen. Hier kann man heute das Kunsthandwerk Pátzcuaros bestaunen und erwerben.

Gastronomie

In Pátzcuaro isst man viel Fisch aus dem nahen See. Nationale Brühmtheit hat aber auch das das Eis erlangt, das auf dem Plaza Vasco de Quiroga in allen Geschmacksrichtungen verkauft wird.

Kultur


Der Baile de los viejitos (Tanz der alten Menschen), einer der bekanntesten Tänze der Indios in Mexiko, wird Mittwochs und Samstags um 21 Uhr in der Best Western Posada von Don Vasco aufgeführt. Die Tänzer tragen hölzerne Masken die lächelnde, ältere Menschen darstellen, um zu zeigen, dass zumindest in Mexiko das Alter kein Grund zur Verzweiflung, sondern ein Anlass zur Ausgelassenheit ist.

Weblinks


Ort in Michoacán

Pátzcuaro | Pátzcuaro (Michoacán)

 

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