Oybin ist eine Gemeinde im Südosten Sachsens, an der Grenze zu (Tschechien). im Landkreis Löbau-Zittau, Regierungsbezirk Dresden | 00985v.jpeg | Oybin 2005.JPG
Geographie und Verkehr
Der Ort ist Endstation der dampfbetriebenen
Zittauer Schmalspurbahn und liegt am Fuße des Berges
Oybin in einem Talkessel des
Zittauer Gebirges. Der Ortsteil Lückendorf liegt als einziger deutscher Ort auf der Südseite des Gebirges. Umliegende Berge sind der
Hochwald (mit 747 m ü. NN höchster Berg im Gemeindegebiet und zweithöchster Berg im Zittauer Gebirge), der Töpfer, der Ameisenberg, die Brandhöhe und der Scharfenstein.
Geologie
Der Talkessel wird dominiert durch den
Sandsteinmonolithen des Berges
Oybin. Überhaupt ist der Sandstein vorherrschendes Gestein im Gemeindegebiet. Die Festigkeit des Gesteines hängt stark von dem Gebiet ab. Während er im Talkessel im Gebiet der Rosensteine und Bienenhaidstein sehr weich ist, nimmt die Festigkeit nach Norden und Osten meist zu. Am festesten ist der Sandstein an der Nordostecke des Töpfers. Nur der oberste Teil des Hochwaldes (als erloschener Vulkan) besteht aus
Basalt.
Ortsgliederung
Die Gemeinde Oybin gliedert sich in die Ortsteile Kurort Oybin, Hain, Niederoybin und den Luftkurort Lückendorf.
Geschichte
Die Geschichte des Ortes ist eng mit der
Burg auf dem Berg Oybin verknüpft. Im Jahr 1290 wurde die Burg als
Moybin erstmals urkundlich erwähnt. Schon vorher war der Berg besiedelt und auch befestigt. Im Jahr 1291 wurde die auf dem Berg befindliche Burganlage von der Stadt
Zittau eingenommen und zerstört. Bereits wenige Jahr später wurde die Burg von Heinrich von
Leipa wieder auf- und ausgebaut. 1369 baute
Karl IV. die Burg weiter aus und stiftete 1366 hier ein
Cölestinerkloster. Dieses wurde im Zuge der
Reformation aufgelöst und das Kloster und die Burg verfielen. Der Ort selber wurde schon im Jahre
1873 in den
Verband sächsischer Sommerfrischen aufgenommen.
1890 erfolgte die Eröffnung der Schmalspurbahn. Seit
1930 trägt Oybin den Titel
Kurort.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
IM000257.JPG
- barocke, 1734 errichtete Kirche am Aufgang zum Berg Oybin (Hochzeitskirchlein)
- Umgebindehäuser
- Bahnhof Oybin mit kleinem Museum zur Geschichte der Schmalspurbahn
- Rosensteine mit Kelchstein (roter Felsen mit eigenwilliger Kelchform)
- Große Felsengasse mit "Muschelsaal"
- Hochwald mit Aussichtsturm und Bergbaude (die Grenze zwischen Tschechien und Deutschland läuft durch den Gastraum der Baude).
Sport
Oybin verfügt über eine marode hölzerne Ski-Sprungschanze unter der die Straße von Oybin zum Ortsteil Hain hindurchführt und eine ebenfalls nicht mehr benutzbare Natur-Rodelbahn. Durch die zahlreichen Sandsteinfelsen ist auch das Klettern sehr beliebt.
Der ehemalige Skisprung-Weltmeister Mathias Buse ist Oybiner.
Persönlichkeiten
Mit Oybin verbunden sind:
- Hadsch Mohammed Amin al-Husseini (1893 - 1974), antisemitischer islamischer Geistlicher und arabisch/palästinensischer Nationalist, weilte 1941 als Gast Adolf Hitlers in Oybin
- Heinz Eggert (*1946), CDU-Politiker, sächsischer Innenminister, war Gemeindepfarrer in Oybin
- Renate Blume (*1944), Schauspielerin, arbeitete nach 1992 in Oybin.
- Matthias Buse, Weltklasse-Skispringer, Weltmeister von der Normalschanze 1978, Zweiter der Vierschanzentournee 1977/78
Weblinks
Ort in Sachsen
Oybin