Owain Glyndwr (walisisch auch Owain ap Gruffydd engl. Owen Glendower [" target="_blank" >*) (* um 1359; † um 1416) war ein walisischer Nationalheld. Er war der letzte walisische Prinz von Wales und ein Nachkomme der Fürsten von Powys.
Als er schließlich nach Wales in seine Heimat zurückkehrte, sah er, dass die unterdrückende Herrschaft der Engländer die walisische Wirtschaft fast zum Erliegen gebracht und großen Widerstand in der Bevölkerung hervorgerufen hatte. In dieser Zeit heiratete er Margaret Hanmer, deren Vater, Sir David Hanmer, trotz seiner englischen Abstammung in der Gesellschaft vollkommen integriert war und von der restlichen Bevölkerung akzeptiert wurde. Beide begannen, ein ruhiges Familienleben zu führen, aber viele Waliser sahen in Owain den Mann, der die walisischen Hoffnungen auf eine Selbstverwaltung wieder zum Leben erwecken und die Engländer aus dem Land vertreiben konnte.
Im September des Jahres 1400, ein Jahr nachdem Bolingbroke zum König von England gekrönt worden war, rief eine Fehde zwischen Glyndwr und seinem Nachbarn, Reynold Lord Ruthin, Unruhen im nördlichen Wales aus, die sich schnell zu einer gesamtwalisischen Aufstand für die Unabhängigkeit Wales' entwickelte.
Glyndwr begann nun, Bündnisse mit den mächtigsten Widersachern Heinrichs zu schließen. 1402 gelang es ihm, Sir Edmund Mortimer, Onkel des Edmund Mortimer, 5. Graf von March, möglicher Thronprätendent einer älteren Linie der Plantagenets, gefangenzunehmen. Der König lehnte es jedoch ab, das Lösegeld zu bezahlen und Mortimer so freizukaufen, also versprach Glyndwr ihm Unterstützung bei seinen Bestrebungen nach dem englischen Thron und verheiratete ihn mit einer seiner Töchter. Weiterhin verbündete er sich mit dem Adelsgeschlecht der Percys, welches zu jener Zeit den Earl of Northumberland und den Earl of Worcester stellte.
Einen großen Rückschlag erlitten die walisischen Unabhängigkeitsbestreben im Jahre 1403, als die Percys den königlichen Truppen bei der Schlacht von Shrewsbury stark unterlegen waren und eine herbe Niederlage einstecken mussten.
1404 hatte Glyndwr den größten Teil Wales' unter seine Kontrolle gebracht und nannte sich fortan Prinz von Wales. Er richtete ein Parlament in Machynlleth ein und begann, seine außen- und kirchenpolitischen Ziele festzusetzen.
Ein Jahr später, 1405, marschierte Glyndwr mit einer Armee, unterstützt von französischen Truppen, die in Milford Haven gelandet waren, in England ein und gelangte bis zu einem Punkt in der Nähe von Worcester, wo er auf die verfeindete englische Armee traf. Es kam jedoch zu keiner kriegerischen Handlung und, nachdem sich die beiden Armeen über eine Woche tatenlos gegenüber gestanden waren, zog sich Glyndwr wieder nach Wales zurück. Dieser Misserfolg brachte seine Position im eigenen Land ins Wanken, als die Engländer unter dem späteren König Heinrich V. auch noch Aberystwyth (1408) und Harlech (1409) zurückeroberten, war er völlig machtlos. Die Bündnisse mit den englischen Grafen waren zerbrochen und er musste zu einem Guerillakampf übergehen, den er noch bis 1412 weiterführte.
In den 1980ern und 1990ern gab es in Wales eine Bewegung namens Meibion Glyndwr (Söhne Glyndwrs), die versuchte, sich gegen die wachsende Zahl an Zweitwohnsitzen in Wales zu wehren, die vor allem von Ausländern, darunter viele Engländer, in ländlichen Gegenden errichtet wurden. Zum Teil legten sie sogar Brände, um ihre Ziele durchzusetzen.
Außerdem ist Glyndwr eine Figur in William Shakespeares Drama Heinrich IV..
Waliser | Mann | Englische Geschichte | Geboren 1359 | Gestorben 1416
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