Die Bantu-Gesellschaft der Wambo, manchmal auch Ambo oder Vambo genannt bzw. geschrieben, ist die zahlenmäßig stärkste Bevölkerungsgruppe Namibias. Sie leben vorwiegend in der namibisch-angolanischen Grenzregion, die in der deutschen Kolonialzeit und unter der südafrikanischen Besatzung des heutigen Namibia "Owamboland" genannt wurde, und die zwischen Süd-Angola und dem Etoscha-Nationalpark in Namibia liegt.
Die Wambo werden in zwölf Gruppen eingeteilt. Die acht im namibischen Teil des Ovambolandes lebenden Gruppen sind die Kwayama, Ndonga, Kwambi, Ngandjera, Mbalanhu, Kwaluudhi, Eunda und Kolonkdhi, die 1994 etwa 670.000 Angehörige ausmachten. Die Sprache der Ovambo ist das Oshivambo.
Zur Zeiten der Apartheid bis 1980 wurde das Stammland der Ovambonamibier durch das sogenannten Homeland Ovamboland verwaltet. In den letzten Jahren wurde wegen der hohen Bevölkerungsdichte des Owambo und des daraus resultierenden Landmangels die Subsistenzwirtschaft immer mehr aufgegeben und die Wambo strömen auf den nationalen Arbeitsmarkt. Dadurch wuchsen lokale Zentren wie Oshakati, Ongwediva und Ombalantu heran.
Die aktuelle Regierungspartei Namibias, die SWAPO, hat ihre Wurzeln im Owambo (90 % Stimmanteil) und ist die Nachfolgeorganisation der 1957 gegründeten Owamboland People's Organization (OTO). Sowohl der erste Präsident Namibias, Samuel Nujoma, wie auch der seit 2005 regierende neue Präsident, Hifikepunye Pohamba, sind ihrer Stammeszugehörigkeit nach Wambo.