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Ottorino Respighi (* 9. Juli 1879 in Bologna, † 18. April 1936 in Rom) war ein italienischer Komponist. Er gilt als führender Vertreter der neueren italienischen Instrumentalmusik.

Biographie


Respighi studierte zunächst 1891-99 in Bologna am Liceo musicale in Bologna Violine und Viola sowie Komposition bei Luigi Torchi und Giuseppe Martucci. Nach seinem Abschluss am Liceo hatte er eine kurze Anstellung im Orchester der Stadt Bologna und nahm dann ein Engagement an die Opera Italiana im Theater in St. Petersburg an. Dort begegnete er Nikolai Rimski-Korsakow, bei dem er einige Kompositionsstunden nahm. Dessen farbige Orchesterbehandlung beeinflusste Respighis Werke. Respighi studiert außerdem bei Max Bruch in Berlin; von 1908-1909 arbeitete er als Pianist in einer Gesangsschule in Berlin. 1913 wurde Respighi zum Professor am Conservatorio di S. Cecilia in Rom berufen, dessen Leitung er von 1924-1926 übernahm. 1919 heiratete er eine seiner Schülerinnen, Elsa Olivieri Sangiacomo.

Musik


Nach eher klassizistischen Frühwerken erweitert sich Respighis Musiksprache nach dem Aufenthalt in Russland. Freie Form, erweiterte Harmonik und eine große Bandbreite im musikalischen Ausdruck bestimmen von nun an die Kompositionen. Außerdem steht Respighis Musik für eine Abwendung vom Verismo in Italien, gemeinsam mit Alfredo Casella, Ildebrando Pizzetti und Gian Francesco Malipiero entsteht eine zeitgenössische Musikkultur, die Einflüsse aus ganz Europa verarbeitet. Respighi selbst öffnet sich in seiner Musik z.B. der Bitonalität, seine Orchesterwerke lassen vor allem Einflüsse des französischen Impressionismus erkennen, die Klangsprache von Maurice Ravel ist ihm sehr nahe. Doch Respighi ist auch ein Vertreter des Klassizismus in Italien. Anders als in Frankreich, wo die Gruppe Les Six eine Neue Einfachheit propagiert, die vor allem die Leichtigkeit der Wiener Klassik wiedererweckt, wendet sich Respighi vor allem der italienischen Musik des Barock und der Renaissance zu, deren Musik er z.T. in neues Klanggewand gießt (Orchestersuite Gli Uccelli - Die Vögel) oder benutzt, um Werke in stilo antico zu schreiben.

Werke


Oper

  • Rè Enzo (1905)
  • Semirama (1910)
  • La bella addormentata nel bosco (1922)
  • Belfagor (1923)
  • La campana sommersa (dt. Die versunkene Glocke; 1927)
  • Maria Egiziaca (1932)
  • La fiamma (dt. Die Flamme; 1934)
  • Lucrezia - 1. Akt (vollendet von seiner Frau Elsa Olivieri Respighi) (1937)

Sinfonische Dichtungen

  • ''Römische Trilogie, bestehend aus
  • Gli uccelli (dt. Die Vögel; 1927)
  • Impressioni brasiliane (dt. Brasilianische Impressionen; 1927)
  • Trittico Botticelliano (dt. Drei Bilder von Botticelli; 1927)
  • Vetrate di Chiesa (dt. Kirchenfenster; 1927)

Sonstige

  • Christus, Biblische Kantate (1900)
  • Klavierkonzert in a-moll (1902)
  • Burleske in d-moll für Klavier und Orchester (1906)
  • Pastorale für Violine und Streicherensemble (1908)
  • Sinfonia drammatica (1914)
  • Drei Suiten aus Antiche Danze ed Arie (dt. Alte Weisen und Tänze; 1917, 1924 und 1931)
  • La Boutique fantasque (dt. Der Zauberladen), Ballett (1919)
  • Concerto gregoriano für Violine und Orchester (1921)
  • Concerto all'antica für Violine und Orchester (1923)
  • Rossiniana, Orchestersuite (1925)
  • Toccata (1928)
  • Metamorphoseon, Modi XII (1930)
  • Concerto a cinque für Oboe, Trompete, Violine, Kontrabass, Klavier und Streicherensemble (1933)
  • Klavierquintett f-moll
  • Streichquartett D-Dur
  • Suite für Orgel und Streicher
  • Orgelmusik
  • Lieder
  • Ballette
  • Bearbeitungen von Werken alter Meister (Johann Sebastian Bach u.a.), z.B. die Passacaglia in c-moll auf eine Vorlage von J. S. Bach (1930)

Weblinks


  • http://www.bbwbi.de/repertoire/texte/respighi_ottorino/respighi.html
  • http://www.klassika.info/Komponisten/Respighi/
  • http://www.operone.de/komponist/respighi.html

Italienischer Komponist | Komponist (Nachromantik) | Komponist (Oper) | Mann | Geboren 1879 | Gestorben 1936

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