Otto Wiesheu (* 31. Oktober 1944 in Zolling) ist ein deutscher Politiker (CSU)
Er war von 1993 bis 2005 Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Er wurde am 12. November 2005 vom Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Januar 2006 in den Vorstand der Deutschen Bahn AG für das Ressort Wirtschaft und Politik berufen.
Otto Wiesheu ist verheiratet und hat vier Kinder.
Im April 1983 wurde er Generalsekretär der CSU. In den folgenden Jahren war er Geschäftsführer der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung.
Von 1974 bis 2005 war er als Abgeordneter des Stimmkreises Freising Mitglied des Bayerischen Landtages.
Nachdem Edmund Stoiber zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden war, wurde Wiesheu am 17. Juni 1993 zum Bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr und Technologie ernannt. 2005 wechselte er in den Vorstand der Deutschen Bahn AG.
Die Ernennung zum Verkehrsminister wurde angesichts des unten (siehe "Sonstiges") erwähnten tödlichen Verkehrsunfalls kritisch beurteilt und von der Opposition schlichtweg als Skandal verurteilt.
1999 kritisierte Wiesheu die Atomausstiegs-Politik der rot-grünen Bundesregierung, insbesondere deren Ankündigung, der Ausstieg werde unumkehrbar sein, mit den Worten "Es hat in diesem Jahrhundert einen gegeben, der Fragen endgültig lösen wollte; er war nach zwölf Jahren am Ende". Dieser Vergleich der Energiepolitik von Kanzler Schröder mit Hitlers "Endlösung der Judenfrage" löste Empörung und heftige Kritik auch aus der CSU aus. Wiesheu entschuldigte sich schriftlich bei Schröder.
Nachdem Wiesheu im Herbst 2005 für die CSU die Koalitonsverhandlungen im Bereich Verkehrpolitik geleitet hatte, brachte es ihm viel Kritik ein, dass er unmittelbar nach dem Ende der Koalitionsverhandlungen seinen Wechsel in den Vorstand der Deutschen Bahn bekannt gab. Neben dem Wechsel von Gerhard Schröder zu Gazprom wurde Wiesheus Wechsel von der Politik in die Privatwirtschaft häufig angeführt, um die Notwendigkeit eines Ehrenkodexes für Politiker zu begründen.
Wiesheu wurde u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Am 7. Mai 2004 wurde Wiesheu zum Nachfolger von Jürgen Möllemann als Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft gewählt.
Mann | Deutscher | Landesminister (Bayern) | CSU-Mitglied | Geboren 1944 | Manager
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