Otto-strasser.jpg Otto Johann Maximilian Strasser (* 10. September 1897 in Geisenfeld (Oberbayern), † 27. August 1974 in München) war ein nationalsozialistischer Politiker.
Als Autor des "Vorwärts", der "Germania" und "Gewissen" engagierte er sich für das völkische Denken von Arthur Moeller van den Bruck und seiner "mitteleuropäische Reichsidee".
Mit Joseph Goebbels und seinem Bruder Gregor baute er Mitte der 1920er Jahre einen "linken", d.h. sozialrevolutionären Flügel der NSDAP auf. Infolge des Richtungskampfes in der NSDAP wurde er am 4. Juli 1930 aus der Partei ausgeschlossen.
Otto Strasser gründete am 1. März 1926 die Kampf-Verlag GmbH. Dieser Verlag war das publizistische Sprachrohr des linken Flügels der NSDAP. Nach seinem Parteiausschluss nutzte er den Verlag als Sprachrohr der "Kampfgemeinschaft Revolutionärer Nationalsozialisten". Auf Hitlers Angebot vom 22. Mai 1930, den Verlag für 120.000 Reichsmark zu kaufen, ging Strasser nicht ein. Wegen der zunehmenden Bedeutungslosigkeit der Strasserschen Publikationen musste der Verlag am 1. Oktober 1930 geschlossen werden. Es folgten mehrere Versuche, neue Publikationen unter anderem Namen zu gründen und zu vermarkten ("Der Nationale Sozialist", "Die Deutsche Revolution", "Die schwarze Front"). Sie alle blieben politisch gesehen ohne jede Wirkung. Die Blätter erreichten nie mehr als 10.000 Abnehmer, trotz der Unterstützung anderer rechter Splittergruppen.
Nach der Machtergreifung 1933 emigrierte Strasser zunächst nach Österreich, später wechselt er in die Schweiz und nach Portugal. 1943 wandert er nach Kanada aus. Aus der Emigration heraus greift er in Publikationen die Herrschaft der NSDAP in Deutschland an. Weiterhin vertritt er das politische Leitbild eines Sozialismus auf nationaler Basis und wirft Hitler den Verrat an der eigentlichen nationalsozialistischen Ideologie vor. Nach dem Krieg veröffentlicht Strasser unter dem Titel Hitler und ich seine Erinnerungen. Erst eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts ermöglicht ihm 1955 die schon früher angestrebte, bislang aber verweigerte Rückkehr nach Deutschland. Versuche einer erneuten politischen Betätigung bleiben erfolglos, Strasser zieht sich bis zu seinem Tod ins Privatleben zurück.
Mann | Deutscher | NSDAP-Mitglied | Freikorps-Mitglied | Geboren 1897 | Gestorben 1974
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