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Otto Konrad (* 1. November 1964 in Graz, Steiermark, Österreich) war ein österreichischer Fußballspieler und ist heute der Tormanntrainer der österreichischen Fußballnationalmannschaft.

Biografie


Sportliches

Otto Konrad wurde 1964 als Sohn eines Bandagisten geboren. Er begann in der Nachwuchsabteilung des Grazer Sportklubs als Torhüter und Stürmer. Erst mit 16 Jahren entschied sich Konrad, nur mehr als Torhüter zu spielen. 1981 wechselte er für 20.000 Schilling zum Lokalrivalen Sturm Graz. Da er als vierter Tormann geholt wurde, kam Konrad erst im August 1984, mit 19 Jahren, in der Bundesliga, durch Verletzungen der ersten Torhüter, zum Einsatz.

Durch seinen Einsatz im Training empfahl er sich immer mehr für weitere Einsätze und im Herbst 1986 wurde er häufiger, neben den damaligen Standardtorhüter Walter Saria, eingesetzt. Ab 1987 war Konrad dann der Stammtorhüter von Sturm Graz. Die größten Erfolge bei Sturm waren die erste Runde beim UEFA-Cup und der vierte Platz in der Bundesliga.

1991 wechselte er zu SV Austria Salzburg. Dort erlebte er seine größten Erfolge. Er wurde zweimal österreichischer Meister, erreichte das UEFA-CUP-Finale und spielte in der Champions League.

Beim UEFA-Cup-Viertelfinale am 15. März 1994, Eintracht Frankfurt gegen Austria Salzburg, hielt Konrad beim Elfmeterschießen zwei Elfmeter und verwandelte selbst den entscheidenden. Sein damaliger Tormanntrainer Marinko Koljanin meinte dazu: „Das war der wichtigste Moment in seinem Leben. Da ist er von einem sehr guten Tormann zu einem Spitzentormann geworden.

Am 28. September 1994 wurde Konrad bei einem UEFA-Champions-League-Spiel gegen AC Mailand von einer Wasserflasche getroffen und musste deswegen ausgewechselt werden. Der AC Mailand gewann dieses Spiel mit 3:0. Nachträglich wurden die Punkte wurden AC Mailand wegen diesem Vorfall wieder abgezogen, das Torverhältnis wurde jedoch nicht geändert.

1993 und 1994 gewann er die Krone-Fußballerwahl. In der Saison 1994/95 schoss er per Kopf ein Meisterschaftstor gegen Stahl Linz, das zum Tor des Jahres 1994 gewählt wurde.

Otto Konrad wechselte 1997 zu Real Saragossa und war dort Stammtorhüter. Seine Auslandskarriere endete 1999 mit einer schweren Knieverletzung. Zwischen 2001 und 2003 spielte er noch beim PSV SW Salzburg in der Regionalliga West und in der 1. Landesliga Salzburg.

Seine Karriere im österreichischen Nationalteam war weniger glücklich. Zwischen 1986 und 1988 war Konrad U21-Tormann. Zu seinem ersten Einsatz in der Kampfmannschaft kam er am 24. Mai 1989 bei einem Freundschaftsspiel gegen Norwegen. Da es zu der Zeit allerdings einige gute österreichische Torhüter gab, kam er selten zu Einsätzen. Bei der WM 1990 war Konrad dritter Tormann. Bei der Qualifikation Fußball-Europameisterschaft 1996 spielte er einige Spiele. 1994 war er für kurze Zeit Stammtorhüter, wurde allerdings nach einer Verletzung wieder zurück gereiht. Konrad trat danach von der Nationalmannschaft zurück.

Seit Herbst 2005 ist er Tormanntrainer der österreichischen Nationalmannschaft. Zuvor war er im ÖFB-Nachwuchsbereich (U16) tätig.

2005 gab er auch noch ein kurzes Gastspiel bei dem Landesliga Verein Sachsenburg in Kärnten, wo er den dort verletzten Torhüter ersetzte.Trotz seiner Hilfe blieb dem Verein der Abstieg in die Unterliga nicht erspart.

Sonstiges

Konrad gehörte gemeinsam mit Wolfgang Feiersinger und Heimo Pfeifenberger zu den Salzburger Publikumslieblingen und erreichte 1994 nach dem Spiel in Frankfurt hohe österreichweite Bekanntheit. Diese nutzte er um zu Werbeverträgen (zum Beispiel für Ovomaltine) zu kommen. Zusätzlich nahm er 1994 im Zuge seiner Popularität zwei CDs auf: 'Wir sind die Salzburger Fans mit der Gruppe Superchamp & Otto Konrad und Almhütt´n mit Die Fidelen Technotaler''. Bis 1997 verkauften sich beide CDs insgesamt 42.000 Mal.

1996 spielte er sich selbst in dem Salzburger Film Ein Rucksack voller Lügen.

Privates

Neben seiner sportlichen Karriere erlernte Konrad schon früh den Beruf des Bandagisten und war unter anderem Inhaber der Firma Sanitätshaus Otto Konrad.

Otto Konrad ist seit Mai 1992 mit seiner Frau Manuela verheiratet und ist Vater einer Tochter (Romina). Inzwischen wurde seine Ehe mit Frau Manuela geschieden und er heiratete vor einiger Zeit seine Germana ,die die beiden Kinder Victoria und Felix mit in die Ehe brachte. Seine Schwester Helene war ihm immer eine wichtige Stütze.

Erfolge als Spieler


Alle mit SV Austria Salzburg.

Literatur


  • Wolfgang Maria Gran: Otto Konrad - Ansichten einer Reizfigur. Seekirchen 1997, ISBN 3-950-0636-09
  • Walter Gröbchen (Herausgeber): Heimspiel: eine Chronik des Austro-Pop. 1995, ISBN 3-854-4511-21

Weblinks


Mann | Österreicher | Fußballspieler (Österreich) | Fußballtorhüter | Geboren 1964

 

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