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Otto_I_von_Griechenland_1865.jpg | Peter von Hess 005.jpg, Peter von Hess, 1835]] Otto_I_von_Griechenland_5_Drachmai_1850.jpg

Otto I., König von Griechenland (* 1. Juni 1815 in Salzburg; † 26. Juli 1867 in Bamberg) war der zweitgeborene Sohn König Ludwigs I. von Bayern und der Therese, Prinzessin von Sachsen-Hildburghausen.

Nach Beendigung des griechischen Unabhängigkeitskrieges (1821 bis 1830) und der Ermordung des ersten Staatsoberhauptes von Griechenland 1831 (Ioannis Kapodistrias) kam es zu einem machtpolitischen Chaos in Griechenland. Nach einer Intervention der Großmächte (Großbritannien, Frankreich und Russland) wurde Griechenland am 3. Februar 1830 durch das Londoner Protokoll zum unabhängigen Königreich erklärt. Als König von Griechenland wurde 1832 von der griechischen Nationalversammlung der damals 16-jährige Otto I. von Bayern, ein Nachkomme der byzantinischen Kaiserdynastien Komnenos und Laskaris, ausgerufen.

Von 1832 bis 1862 regierte Otto I. in Griechenland. Er hatte seine Residenz in Nafplion, bis die Hauptstadt 1834 nach Athen verlegt wurde. Er bestieg am 6. Februar 1832 als "Von Gottes Gnaden, König von Griechenland" den Thron und heiratete am 22. November 1836 in Oldenburg die Herzogin Amalie von Oldenburg (* 21. Dezember 1818; † 20. Mai 1875).

1843 kam es in Griechenland zu einem Volksaufstand und Otto I. gestand schließlich die geforderte Verfassung zu. Diverse Fehler in seiner Regierungszeit führten schließlich zu seiner Absetzung 1862. Er verließ Griechenland und kehrte mit seiner Frau nach Bayern zurück, wo sie bis zu ihrem Tode in der ehemals fürstbischöflichen Residenz in Bamberg lebten. Trotzdem blieb er Griechenland sehr verbunden. Die Grabstätte befindet sich in der Fürstengruft des Wittelsbacher Fürstenhauses in der Theatinerkirche München.

Wirken


Unter seiner Herrschaft kamen viele Deutsche nach Griechenland. Dies waren nicht nur die Beamte und Abhängigen des Hofes, sondern auch zahlreiche andere Akademiker und Handwerker, die in Griechenland ihr Glück suchten. Ihre Nachfahren sind heute fast vollständig assimiliert.

Einige sind: Karl Fuchs, Gründer der Athener Brauerei "FIX"; Clauss, Gründer der Weinfirma "Achaia-Clauss" und der Architekt Ernst Ziller.

Bekannt sind die zahlreichen Bauten, die unter Otto, oft mit Unterstützung einheimischer Mäzäne, entstanden sind. Weitaus bedeutender sind jedoch die administrtiven Grundlagen des modernen Griechenland, die von ihm und seiner Regierung eingeführt wurden. So geht bis heute die griechische Gesetzgebung auf die deutsche zurück, (das bayrische Reinheitsgebot war in Griechenland auch mal gültig). Seinem Eifer stand jedoch am Ende seiner Herrschaft ein großer Schuldenberg gegenüber.

Die Farbgebung der Flagge Griechenlands wurde in seiner Regentschaft von einem blauen Kreuz auf weißem Grund in ein weißes Kreuz auf Blau umgekehrt. Dies war bis 1978 die griechische Nationalflagge. Das Blau entsprach allerdings zu seiner Zeit dem bayrischen Mittelblau.

Museen


  • Im Münchner Vorort Ottobrunn, der sich bei Gründung im Jahre 1902 seinen Namen im Gedenken an Otto I. gab, gibt es das vorbildlich erschlossene König-Otto-von-Griechenland-Museum.

  • Die erste Athener Residenz von Otto ist heute Teil des Athener Stadtmuseums, einige Räüme wurden mit vielen Originalgegenständen in den ursprünglichen Zustand versetzt.

  • Im Griechischen Parlament, die spätere Residenz von Otto in Griechenland, gibt es noch Möbel aus seiner Amtszeit und ein umfangreiches Archiv (nur beschränkt oder im Rahmen von Ausstellungen zugänglich). Gegenüber (am Syntagma-Platz) ist eine Staße nach ihm benannt (Odos Othonos).

Mann | König (Griechenland) | Wittelsbacher | Grieche | Prinz (Bayern) | Geboren 1815 | Gestorben 1867

Όθων | Otto of Greece | Otón I de Grecia | Othon Ier de Grèce | I. Ottó görög király | オソン1世 | Otto I van Griekenland | Оттон I (король Греции) | Otto I av Grekland

 

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