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Otto Haesler (* 13. Juni 1880 in München; † 2. April 1962 in Wilhelmshorst bei Potsdam) war ein moderner Architekt

Haesler war ein Verfechter vom sozialen Wohnungsbau, der vielen Mietern einen bezahlbaren, aber auch verbesserten Wohnraum ermöglichte. Er gilt neben Walter Gropius und Ludwig Mies van der Rohe als bedeutender Architekt des Neuen Bauens. Durch seine Typisierung bei der Grundrissaufteilung und die neuartige Stahlskelettbauweise wollte er zum einen Kosten einsparen, aber auch eine verbesserte Wohnform schaffen. Er rationalisierte und industrialisierte das moderne Bauen. Otto Haesler setzte als Erster die industriell gefertigte Zeilenbauweise ein und verwendete für seinen Stil des Neuen Bauens das für ihn kennzeichnende Flachdach, das schon im Grundriss nach dem Sonnenstand ausgerichtet worden war. Heftig von den Nationalsozialisten angegriffen ging er nach 1933 in die innere Emigration nach Eutin in Schleswig-Holstein und baute dort Häuser in dem für Norddeutschland typischen Backsteinstil mit formalen Elementen, die schon moderne Lösungen vorwegnehmen. Während des 2. Weltkriegs hat er jedoch hohe Posten bekleidet - 1942-1945 war er stellvertretender Stadtbaurat in den besetzten Städten Łódź und Lemberg. Nach dem Krieg machte er sich insbesondere beim Wiederaufbau von Rathenow verdient.

Karlsruhe_Dammerstock_Waschhaus.jpg-Siedlung in Karlsruhe]]

Hauptwerke:

  • Siedlung „Italienischer Garten“ (1924) in Celle
  • Siedlung Georgsgarten (1925) in Celle
  • Direktorenwohnhaus in Celle
  • Bauten in Rathenow (1946—1953)
  • Siedlung Rothenberg in Kassel (1928)
  • Aschott-Altersheim (so genanntes Tantenaquarium ) in Kassel

Ausstellungen:

Gedenkausstellung anlässlich des 125. Geburtstags von Otto Haessler in Celle

Weblinks


Deutscher Architekt | Mann | Deutscher | NS-Opfer | Geboren 1880 | Gestorben 1962

 

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