Otto Bauer (* 5. September 1881 in Wien, † 5. Juli 1938 in Paris) war ein österreichischer Sozialdemokrat und der Hauptverfasser des „Linzer Programms“ (Parteiprogramm der SDAPÖ von 1926).
Bauer studierte ab 1903 in Wien Geschichte, Sprachen, Nationalökonomie, Soziologie, Philosophie und Rechtswissenschaften. 1914 wurde er zur Armee eingezogen und kam in russische Kriegsgefangenschaft. Seit 1919 war er Abgeordneter eines Wiener Wahlkreises in der Nationalversammlung. Am 2. März 1919 unterzeichnete er und der deutsche Außenminister Graf von Brockdorff-Rantzau den Staatsvertrag zum Anschluß Österreichs an die neue Deutsche Republik. Die Entente untersagte diese Fusion im Rahmen der Pariser Vorortsverträge. Bauer trat daraufhin im Juli 1919 von seinem Amt zurück. 1934 emigrierte Bauer in die Tschechoslowakei, wo er das "Auslandsbüro der österreichischen Sozialdemokratie" leitete. Am 5. Juli 1938 erlag er in Paris einem Herzinfarkt. Er wurde auf dem Friedhof Pere Lachaise beigesetzt.
Die Otto Bauer Gasse im 6. Wiener Gemeindebezirk ist nach ihm benannt.
Siehe: Austromarxismus
Mann | Österreicher | Politiker (Österreich) | Widerstand gegen den Austrofaschismus | SPÖ-Mitglied | Geboren 1881 | Gestorben 1938
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