Schreiner_Ottmar.jpg Ottmar Schreiner (* 21. Februar 1946 in Merzig im Saarland) ist ein deutscher Jurist und Politiker (SPD). Er gilt als Vertreter des linken Flügels seiner Partei.
Nach dem Abitur war er Zeitsoldat beim Fallschirmjägerbataillon in Lebach. Schreiner studierte Jura in Saarbrücken, an der FU Berlin sowie Lausanne.
1969 trat er der SPD bei. Er war Bundesvorstandsmitglied beim Verband Deutscher Studentenschaften und bei den Jusos. 1977 unterlag er bei der Wahl zum Juso-Bundesvorsitzenden gegen den später aus der SPD ausgeschlossenen Klaus Uwe Benneter, 1978 unterlag er gegen Gerhard Schröder. Innerhalb der Jusos gehörte Schreiner der Strömung der Reformsozialisten an. Schreiner ist eines der Gründungsmitglieder der Juso-Hochschulgruppen.
Seit 1980 gehört er dem Bundestag an. Er hat ein Direktmandat des Wahlkreises Saarlouis, das er bei der Bundestagswahl 2005 verteidigte.
Von 1991 bis 1997 war Schreiner Sprecher der SPD-Fraktion im Ausschuss für Arbeit und Sozialordnung. Von 1997 bis 1998 war er stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. Von 1998 bis 1999 war Schreiner Bundesgeschäftsführer der SPD und ist heute Vorsitzender der gewerkschaftsnahen Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD.
2006 forderte er, einen Lösegeld-Fonds der Wirtschaft zum Freikauf von im Ausland entführten Angehörigen deutscher Unternehmen einzurichten.
Schreiner ist langjähriges Mitglied der IG Metall.
Ottmar Schreiner ist verheiratet und hat drei Kinder.
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