Ostrołęka (dt.: Ostrolenka) ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Masowien.
Geografie
Geografische Lage
Ostrołęka liegt an den Flüssen Narew, Omulew und Czeczotka.
Geschichte
Im 11./12. Jahrhundert gab es an der Stelle des heutigen Ostrołęka eine Burg und eine Marktsiedlung am linken Ufer der
Narew. Es lag strategisch günstig an den Handelswegen zwischen Masowien nach Preußen.
Das
Kulmer Stadtrecht wurde am
12. Mai 1373 bestätigt, die erste Vergabe erfolgte wahrscheinlich bereits früher. Im 15. und 16. Jahrhundert entwickelte sich das Handwerk in der Stadt.
1526 kam die Stadt zusammen mit dem
Herzogtum Masowien unter die polnische Krone.
Die Bedeutung als Wirtschaftszentrum stieg weiter an, die Stadt wurde vor allem für Tuche und Holzprodukte ein wichtiger Lieferant von
Danzig. Die Güter wurden vorwiegend über
Flöße dorthin transportiert.
Das Wachstum der Stadt wurde gebremst, als
1563 die
Pest ausbrach und kurz darauf ein Feuer große Teile der Stadt vernichtete.
1655 bis 1660 wurde die Stadt durch die
Schweden geplündert und zerstört. Unweit der Stadt führten führten die
Kurpen eine Schlacht gegen die Schweden.
1777 lebten 1.674 Menschen in der Stadt, welche damit nach
Warschau und
Pułtusk die drittgrößte Stadt in
Masowien war. Während der
3. Teilung Polens fiel die Stadt an
Preußen.
Am
16. Februar 1807 besiegten
napoleonische Truppen die russischen Truppen in einer Schlacht. Dieser Schlacht verdankt Ostrołęka einen Eintrag im
Triumphbogen in Paris.
1807 kam die Stadt zum
Großherzogtum Warschau und 1815 zu
Kongresspolen.
1831 kommt es zu einer Schlacht zwischen polnischen und russischen Truppen in deren Folge Teile der Stadt zerstört werden.
1893 wurde die Stadt an das Schienennetz angeschlossen. Sie erhielt damit direkte Verbindung nach
Warschau und
Sankt Petersburg.
1897 wurde das Schinennetz nach
Tłuszcz erweitert. In der Stadt lebten neben den etwa 8.000 Einwohner noch etwa 5.000
russische Soldaten.
Während des
1. Weltkrieges und dem sich
1920 anschließenden Polnisch-sowjetischen Krieg wurde die Stadt stark zerstört und gehörte zu den am stärksten von Zerstörung betroffenen Städten.
Im
Polnisch-sowjetischen Krieg wird die Stadt am 7. August 1920 von
sowjetischen Truppen eingenommen. Diese müssen die Stadt aber bereits am 23. August verlassen.
Die Stadt gehörte seit Ende des 1. Weltkrieges wieder zu Polen und dort zur
Woiwodschaft Białystok. Anfang
1939 wurde sie Teil der
Woiwodschaft Warschau.
Während des
2. Weltkrieges wird die Stadt vom
Dritten Reich besetzt und es werden
Arbeitslager errichtet. Ostrolenka wurde Sitz eines deutschen
Landkreises und
1941 in
Scharfenwiese umbenannt. Nach der Befreiung der Stadt durch die
Rote Armee wird die Stadt Kreisstadt eines
Powiats.
Bei einer Verwaltungsreform
1975 wurde die Stadt Sitz der
Wojewodschaft Ostrołęka, bei einer erneuten Verwaltungsreform
1999 verlor die Stadt den Status und wurde Teil der
Woiwodschaft Masowien.
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