SEAsia.jpg]] Die Ostindischen Inseln bilden ein Archipel in Südostasien. Im Allgemeinen werden darunter der indonesisch-malaysische Archipel und die Philippinen verstanden. Dazu kommen je nach Definition noch die zu Indien gehörenden Andamanen und Nikobaren sowie die Inseln Hainan und Taiwan im Südchinesischen Meer. Gelegentlich werden (besonders im angelsächsischen Raum) auch die dem indischen Subkontinent vorgelagerten Malediven, Lakkadiven, Amindiven, Minicoy und Sri Lanka (Ceylon) zu den Ostindischen Inseln gezählt.
Nicht zu den Ostindischen Inseln, sondern zu Melanesien wird Neuguinea gezählt, deren Westteil (Irian Jaya, Westirian oder Westpapua) zu Indonesien gehört.
Dieser weite Ostindien-Begriff unterteilt sich (aus traditionell europäischer Perspektive) in Vorder- (heute meist als indischer Subkontinent oder Südasien bezeichnet) und Hinterindien (heute meist Südostasien).
Die Bezeichnung „Ostindien“ wurde von den Kolonialmächten zur Benennung ihrer asiatischen Besitzungen verwendet, insbesondere für Niederländisch-Ostindien (Indonesien), Britisch-Ostindien (Britisch-Indien, Malaysia) und Spanisch-Ostindien (Philippinen).
Nach der Entdeckung der Neuen Welt durch Christoph Kolumbus 1492 ging man zunächst davon aus, dass es sich bei Amerika um den östlichsten Teil der „indischen Inseln“, also Asiens handelt. Um Verwechslungen zu vermeiden, wurden die Antillen in der Karibik als „Westindische Inseln“ und die in Asien gelegenen als die „Ostindische Inseln“ bezeichnet.
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