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Der Ostermontag gehört mit dem 26. Dezember und dem Pfingstmontag zu den zweiten Feiertagen an den drei christlichen Hauptfesten.

Weihnachten und Ostern, früher auch Pfingsten, werden mit einem je achttägigen Fest (Oktav) gefeiert, das bis zum folgenden Sonntag dauert. Dabei zählt jeder einzelne Wochentag als Hochfest. Um wenigstens an einem der Werktage einen Festgottesdienstbesuch zu ermöglichen, wurden die zweiten Feiertage an den Montagen eingeführt.

Darum konnten in den deutschsprachigen Ländern für den Ostermontag eigene Bräuche entstehen. So erinnert der Emmausgang oder Emmaus Osterspaziergang an den Gang der beiden Jünger Christi von Jerusalem nach Emmaus, wo ihnen der wiedererstandene Jesus von Nazaret begegnete, den sie jedoch nicht erkannten. Meist beginnt der Emmausgang vor der Pfarrkirche und endete bei einer Kapelle.

In Traunstein im Chiemgau wird am Ostermontag der Schwertertanz und Georgiritt begangen, bei dem heute symbolisch der Winter vertrieben wird.

In vielen ländlichen Gemeinden in Oberbayern ist der alte Brauch des österlichen Feldumganges noch lebendig. Der Bauer, unter Begleitung meist aller Hausbewohner, geht das Roggen- und Weizensaatfeld, auch Winterfeld genannt, ab.

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Seit 1720 ist in der Stadt Bern der Ostermontagsumzug nachweisbar, bei dem die Magistraten vom Münster ins Rathaus zogen und die Handwerke der Küfer und der Metzger Umzüge durch die Stadt veranstalteten. An diesem Tag fand auf der Großen Schanze in Bern zudem bis ins 19. Jahrhundert ein festlicher Wettkampf im Schwingen statt.

Außerdem haben sich über die Jahrhunderte verschiedene Bräuche erhalten, so zum Beispiel der "Traditionelle Remlinger Eierlauf" in Remlingen (Unterfranken) oder die "Schönecker Eierlage" in Schönecken (Eifel).

Der Ostermontag folgt auf den Ostersonntag, und zählt dadurch in der römisch-katholischen Kirche zu den Grenztagen der Heiligen Woche (Palmsonntag bis Ostersonntag), diese gilt zwar nicht offiziell als Fastenzeit ist aber in katholischer Tradition den Christen zumeist als Bestandteil der Fastenzeit verbindlich geblieben.

Daher stellt meist erst der Ostersonntag und der Ostermontag das Ende dieser verlängerten Fastenzeit dar. In der weiteren Folge entwickelten sich aus dieser Tatsache verschiedene Feiern. Nebst sportlichen Wettkämpfen und zahlreichen rituellen Feiern (vor allem im ländlichen Raum) entstand so in Österreich und Bayern der Brauch der Ostermontag-Vernichtungsfeier, der vor allem bei der jungen Landbevölkerung sehr beliebt ist und hier bewusst als Ende der Fastenzeit zelebriert wird.

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