Das Osterland ist eine Landschaft in Ostthüringen und Westsachsen. Die leicht hügelige Landschaft stellt die nördlichsten Vorhügel des Erzgebirges dar und fällt sanft bis zu den Ebenen des südöstlichen Sachsen-Anhalts ab. Sie zeigt immer noch einige Spuren früherer vulkanischer Aktivität.
Das Osterland ging aus der alten sächsischen Ostmark (Marchia Orientalis) hervor. Die geografische Ausdehnung der unter dem Begriff Osterland verstandenen Landschaft veränderte sich dabei immer wieder, wobei die westliche Grenze immer die Saale (bei Weißenfels) blieb. Im Norden ersteckte sich die Landschaft bis nach Leipzig und Eilenburg, im Süden bis nach Eisenberg und Borna, im Osten bis nach Torgau; später wurde oft die Mulde als natürliche Grenze betrachtet. Im 14. Jh. erweiterte sich der Begriff, indem man auch das Pleißnerland (mit Altenburg, Schmölln, Meerane und Zwickau) sowie Gera und Schönburg hinzurechnete.
Im 14. Jahrhundert war die Kolonisierung und damit der Beginn der landwirtschaftlichen Nutzung weitgehend abgeschlossen und damit durch Rodung die dichte Bewaldung als prägende Form abgelöst worden.
Nach der Wende fand eine Rückbesinnung auf die Landschaft statt und die regionale Verwendung des Begriffes nahm wieder zu:
Die Ausgabe der Leipziger Volkszeitung im Altenburger Land wird seit den frühen 1990er Jahren als Osterländer Volkszeitung (OVZ) vertrieben. In Gera gibt es ein Osterlandgymnasium. Weiterhin gibt es die Marke Osterland für Molkerei-Produkte.
Hans Joachim Kessler Das thüringische Osterland: Land zwischen Saale und Pleiße - Bilder einer Thüringer Region, Verlagshaus Thüringen, Erfurt 1996, ISBN 3-89683-102-X
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