Der ostafrikanische Sklavenhandel wird seit Beginn der islamischen Herrschaft auf der arabischen Halbinsel bis heute betrieben. Dabei werden vor allem Frauen und Kinder gehandelt. Nur wenige Männer kommen auf den "Markt", und wenn dann meist in Form von Eunuchen. Bis heute werden die beiden heiligen Stätten Mekka und Medina von Eunuchen bewacht, die nicht freiwillig ihrer Geschlechtsorgane verlustig gingen. In einer arabischsprachigen Zeitung wurde in den 1990er Jahren ein Interview mit solch einem Eunuchen veröffentlicht. Die meisten Männer werden aber gleich bei den Sklavenrazzien ermordet.
Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert bildete Sansibar unter der Herrschaft des Sultans von Oman ein Zentrum des ostafrikanischen Sklavenhandels, er wurde dann aber immer stärker von den Kolonialmächten, vor allem von Großbritannien zurückgedrängt, hielt sich aber im Bereich des Roten Meeres und des Horns von Afrika bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, wenn auch in immer stärker abnehmenden Umfang. Er scheint allerdings nie völlig zum Erliegen gekommen zu sein. Vor allem in den 1990er Jahren kam er erneut in die westlichen Medien.
Man sieht dieses in einem Zusammenhang mit demonstrativen Freikaufauktionen durch konservative US-amerikanische Christen. Kritiker sagen, dass der Handel mit schwarzafrikanischen Männern erst wieder durch diese Freikaufaktionen in Gang gekommen sei, nach dem Motto, wo keine Nachfrage, da kein Angebot, aber wo Nachfrage, da werden schwarze männliche Sklaven beschafft. Diese Männer erlangten so wieder einen gewissen "Marktwert".
In Saudi-Arabien wurde die Sklaverei offiziell im Jahre 1962 abgeschafft, existiert aber illegal weiter. Nach einer Zeit des schwachen Handels seit dem Krieg der Italiener gegen Äthiopien bis in die 1970er Jahre, als der Süd-Sudan-Konflikt wieder aufflammte, erlebte der ostafrikanische Sklavenhandel eine Renaissance, zumal die philippinischen Hausmädchen, die in jeder Hinsicht als Ersatz dienten, heute immer weniger bereit sind, auf die arabische Halbinsel zu gehen.
Der Zusammenbruch Somalias 1990 hat dem Sklavenhandel am Horn von Afrika endgültig wieder zum Durchbruch verholfen, da jegliche staatlichen Strukturen, die diesem Treiben Einhalt hätten gebieten können, und sei es auch nur auf Druck der internationalen Gemeinschaft, seither fehlen.
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"Ostafrikanischer Sklavenhandel".
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