Osram bezeichnet sowohl einen Marken- als auch einen Firmennamen. Die Osram GmbH mit Sitz in München ist ein Tochterunternehmen der Siemens AG, das unter dem Markennamen OSRAM Leuchtmittel (insbesondere Glühlampen) herstellt.
Nach dem Verlust der Auslandsmärkte durch den Ersten Weltkrieg erschien es den drei führenden deutschen Glühlampenherstellern AEG, Siemens & Halske und Deutschen Gasglühlicht AG sinnvoll, die gemeinsamen Interessen zu bündeln. Ziel war die Stärkung gegenüber der ausländischen Konkurrenz sowie die Rückgewinnung der verloren gegangenen Märkte. Erleichtert wurde der Entschluss durch die Tatsache, dass bereits im Jahr 1911 die Lampenformen und -typen vereinheitlicht worden waren.
Die Deutsche Gasglühlicht AG hatte bereits im November 1918 ihr Glühlampengeschäft ausgelagert und dafür die OSRAM-Werke GmbH KG gegründet. Am 5. Februar 1920 traten Siemens & Halske und die AEG bei. Das erste Geschäftsjahr und die Gründung der Gesellschaft wurden rückwirkend auf den 1. Juli 1919 festgesetzt. Am ausschließlichen Firmensitz in Berlin wurden zu diesem Zeitpunkt noch Glasbläser in einer eigenen Glashütte beschäftigt. Die Produktion der Glaskolben wurde dann aber vor allem nach Weißwasser/Oberlausitz verlagert.
Bereits in den 1930er Jahren zählte Osram zu den weltweit größten Herstellern. Der Marktanteil belief sich in Deutschland auf gut 70 Prozent. Zusammen mit Telefunken kooperierte man auch auf dem Gebiet der Verstärkerröhren. Zur Erschließung der Auslandsmärkte wurden zahlreiche Verkaufsstützpunkte in Form von Gesellschaften unter Beteiligung von Auslandskapital gegründet. So gab es zu dieser Zeit schon Verkaufsniederlassungen in Schanghai und Rio de Janeiro. Die führende Stellung auf dem Weltmarkt hielt Osram nicht zuletzt durch intensiven Erfahrungsaustausch mit Herstellern auf internationaler Ebene aufrecht.
Nach 1945 wurden die Fabriken in Ost-Berlin und Weißwasser enteignet und demontiert. 1954 wurde der Firmensitz nach München verlegt. 1956 wurde die OSRAM GmbH KG aus steuerlichen Gründen in eine GmbH umgewandelt. Zu diesem Zeitpunkt besaß Siemens 43 Prozent, die AEG 36 Prozent und die International General Electric Company 21 Prozent der Anteile. 1976 verkaufte die AEG ihre Anteile an Siemens. Seit 1978 ist Osram vollständig im Besitz von Siemens und wird seit 1989 als Bereich mit eigener Rechtsform geführt. Ebenfalss 1989 folgte in einem Joint-Venture mit Mitsubishi der Eintritt in den japanischen Markt.
Elektrotechnikhersteller | Unternehmen (München) | Markenname | Siemens | AEG