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Osorkon II. war der 5. Pharao der 22. Dynastie im Alten Ägypten. Seine Regierungszeit war um 875 – 837 v. Chr. Er war der Sohn des Takelot I. und der Kapes. Osorkon II. hatte drei Gemahlinnen. Von seiner 1. Gemahlin Karomama (II.) stammen drei Töchter und zwei Söhne, von seiner 2. Gemahlin Djedmutiues der Hohepriester des Amun von Theben Namilt (II.), Vater der Gemahlin Takelots II. Seine dritte Gemahlin hieß Isetemachbit. Mit Ihr hatte er offenbar keine Kinder.

Seine Titulatur:

  • Horus-Name: Starker Stier, Geliebter der Maat, den Re zum König der beiden Länder einsetzte (bzw. als König, um die beiden Länder auszurüsten,
  • Nebti-Name: Der die beiden (Landes)teile vereinigt wie der Sohn der Isis (Zusätze: in dem er die beiden Kronen in Frieden vereint; der die Götter zufriedenstellt mit dem Tun der Maat),
  • Goldname: Mit großer Kraft, der die Asiaten schlägt, groß an Ansehen,
  • Thronname: Reich an Maat, ein Re, erwählter des Re,
  • Eigenname: Osorkon, Sohn der Bastet, Geliebter des Amun

Zur Festigung seiner Macht hat er hohe Stellungen mit seinen Söhnen besetzt. Mit der Ernennung von Harsiese, ob von Osorkon II. selbst oder von seinem Vater Takelot I. ist unklar, wurde die Regel gebrochen, dass niemand Hohepriester werden soll, dessen Vater auch schon Hohepriester war. Man wollte damit konkurrierende Herrscherdynastien verhindern. Harsiese hat dann auch tatsächlich im Süden die Macht an sich gerissen. Nach dessen Tod setzte Takelot I. seinen Sohn Namilt (II.), Hohepriester und General in Herakleopolis, als Nachfolger ein. Hohepriester des Ptah in Memphis war sein ältester Sohn Scheschonq.

Seine Bautätigkeit: In Tanis fügt er dem Amuntempel einen Vorhof mit Torbau hinzu und im Osten dieses Tempelbezirks wird ein weiteres Sanktuar errichtet. Sein Grab liegt innerhalb der Mauern dieses Amuntempels (Grab V). Es war bei seiner Entdeckung 1939 durch P. Montet ausgeraubt. In ihm wurde auch Harnacht bestattet.

In einem Zyklus im Festportal des Tempels von Bubastis läßt er das in seinem 22. Jahr begangene Sedfest darstellen. Normalerweise wird das Sedfest erst im 30. Jahr eines Herrschers begangen, so daß anzunehmen ist, daß es als Bezugspunkt für die Zählung der Regierung des Takelot I. genommen wurde, da dieser etwa sieben Jahre regiert haben soll (unklar).

Nach dem Vorbild Scheschonq I. und Osorkon I. stiftet er eine Statue nach Byblos. Ein Alabastergefäß aus dem Palast des Omri und Ahab in Samaria bezeugt Beziehungen zwischen beiden Ländern. Sie bilden vermutlich eine gemeinsame Abwehr gegen das assyrische Reich unter Assurnasirpal II. und Salmanassar III. Bei der Schlacht von Qarqar 853 v. Chr., in der Hamath, Damaskus, Israel und weitere Fürstentümer (u. a. Byblos) Assyrien zurückschlagen können, kämpft ein ägyptisches Kontingent von 1.000 Soldaten mit.

Osorkon II. stirbt kurz nach der Schlacht von Qarqar, dem Sedfest (853) und dem Begräbnis des Apisstieres (853) und wird in seinem Grab in Tanis bestattet. Nachfolger wird nach traditioneller Deutung Takelot II.

Mann | Pharao

Osorkon II. | Osorkon II | Osorkon II | Osorkon II | Осоркон II

 

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