| Wappen | Karte |
|---|---|
| Osna_Wappen.png | Karte Osnabrück in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Niedersachsen |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 54-190 m ü. NN |
| Fläche: | 119,80 km² |
| Einwohner: | 163.860 (30. September 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.368 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 49074-49090 (alt: 4500) |
| Vorwahlen: | 0541 |
| Kfz-Kennzeichen: | OS |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 04 000 |
| Stadtgliederung: | 23 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Natruper-Tor-Wall 2 49076 Osnabrück |
| Website: | www.osnabrueck.de |
| E-Mail Adresse: | redaktion@osnabrueck.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Hans-Jürgen Fip (SPD) |
| Regierende Partei: | CDU und FDP |
| Schulden: | 357.17 Mio. € (Stand:Dez. 2005) |
Osnabrück ist eine kreisfreie Stadt in Niedersachsen mit derzeit etwa 165.500 Einwohnern. Sie ist nach Hannover und Braunschweig die drittgrößte Stadt Niedersachsens sowie eines der Oberzentren des Landes. Das Einzugsgebiet umfasst rund 800.000 bis eine Million Menschen.
Die Stadt ist Sitz einer Universität, einer Fachhochschule, eines römisch-katholischen Bistums (Bischofstadt), einer evangelisch-lutherischen Landessuperintentur (Sprengel Osnabrück) und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
In Osnabrück und Münster wurde im Jahre 1648 der Westfälische Friede geschlossen, weshalb die Stadt sich selbst als "Friedensstadt" bezeichnet. Seit April 2002 ist das Steinwerk Ledenhof Sitz der Deutschen Stiftung Friedensforschung.
Nächstgrößere Städte sind Bielefeld, etwa 43 km südöstlich, Münster, etwa 44 km südwestlich, das niederländische Enschede, etwa 78 km westlich, Oldenburg etwa 95 km nördlich, Bremen, etwa 103 km nordöstlich und Hannover etwa 114 km östlich von Osnabrück. Die Einwohnerzahl der Stadt Osnabrück überschritt 1940 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.
Die Fußgängerzone, im mittleren Teil der Innenstadt, schließt an die Altstadt an und bildet die Haupteinkaufstraße („Große Straße“). Neben wenigen Gebäuden, die den Krieg überstanden haben, dominieren hier moderne Zweckbauten. Zwischen der Alt- und Neustadt (südliche Innenstadt) befindet sich der Neumarkt. Früher ein zentraler Marktplatz der Stadt, ist er heute durch eine vierspurige Straße zerschnitten und dient als Verkehrsknotenpunkt und Haupt-Busbahnhof. Fußgänger können den Neumarkt nicht nur ebenerdig überqueren, sondern auch durch einen unterirdischen Fußgängertunnel. Diese wurde im Jahr 2005 zu seinem heutigen Erscheinungsbild umgebaut. Die Neustadt bietet besonders im Bereich um die Johanniskirche noch alte Bausubstanz.
Die Innenstadt wird von einem nierenförmigen Stadtring umschlossen, der den Autoverkehr aufnimmt. Von diesem so genannten Wall gehen sternförmig die Hauptstraßen der Stadt ab. Sieben Türme, eine Wallanlage und zwei Mauern säumen den Stadtring, der ein Überbleibsel der alten Stadtbefestigungen ist.
Zentrumsnah finden sich architektonisch interessante moderne Bauten in der Stadt, wie das Gebäude der Deutschen Bundesstiftung Umwelt oder das Felix-Nussbaum-Haus, erbaut von Daniel Libeskind. Einen Spagat zwischen Alt und Neu wagt die Vitischanze, wo ein Kasino in moderner Architektur auf eine alte Stadtbefestigung gesetzt wurde.
Die zentralen Wohngebiete bestehen zu großen Teilen aus meist drei- bis viergeschossigen Mietshäusern, je nach Stadtteil auch aus Bürgerhäusern und Villen (z.B. Westerberg). Etwas vom Stadtkern entfernt geht die Bebauung in zweigeschossige Reihen- und freistehende Häuser über. Große Mietskasernen sind selten. Höhere Bauten, meist gewerblich genutzt, finden sich vor allem im Bereich des Berliner Platz (Höchstes Bauwerk: „Iduna-Hochhaus“ mit 16 Stockwerken).
Bis nah an den Stadtkern reichen aus allen Himmelsrichtungen „grüne Finger“, die auch als Naherholungsgebiete dienen. Osnabrück ist die größte Stadt Deutschlands, die inmitten eines Naturparks liegt.
Wallenhorst, Belm, Bissendorf, Georgsmarienhütte und Hasbergen (alle Landkreis Osnabrück) sowie Lotte (Kreis Steinfurt) in Nordrhein-Westfalen.
Die 23 Stadtteile mit ihren amtlichen Nummern:
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Osnabrück entwickelte sich als Markt um den 780 von Karl dem Großen gegründeten Bischofssitz. 804 soll er auch das Carolinum gegründet haben, was mit diesem Datum das älteste Gymnasium wäre; die Urkunde, die dies belegen soll, ist aber möglicherweise gefälscht. Im Alten Reich war Osnabrück bis 1803 Hauptstadt des gleichnamigen Hochstiftes. 1643-1648 wurde hier und in Münster (Westfalen) der Westfälische Friede ausgehandelt. In dieser Zeit bemühte sich die Stadt, die mehrheitlich lutherisch war, mehrfach um den Status einer reichsfreien Stadt. Die Regelung "Cuius regio, eius religio" wurde in Osnabrück als Sonderfall gehandhabt. Bis zur Säkularisierung wechselte jeweils nach dem Tode des Amtsinhabers die Konfessionszugehörigkeit des Fürstbischofs (geregelt in der sogenannten "Capitulatio Perpetua" von 1650). Somit lösten sich katholische und evangelische Fürstbischöfe (aus dem Haus Braunschweig-Lüneburg) als Herrscher ab. Die Konfessionszugehörigkeit der Untertanen blieb davon unberührt. Dieser einmalige Zustand endete erst mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803, als das Fürstbistum aufgehoben wurde.
Die 1631 gegründete Universität wurde 1633 von schwedischen Truppen aufgehoben; sie wurde 1974 neu gegründet. Mit der Auflösung des Hochstift durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam Osnabrück an das Kurfürstentum Hannover, wurde jedoch noch im selben Jahr von französischen Truppen besetzt. 1806 gehörte Osnabrück für kurze Zeit zum Königreich Preußen. 1807 kam die Stadt an das neu gegründete Königreich Westfalen und am 10. Dezember 1810 zum Kaiserreich Frankreich. 1813/15 wurde es schließlich erneut Teil von Hannover. Mit dem Königreich Hannover kam Osnabrück 1866 zum Königreich Preußen und wurde 1885 Sitz des Regierungsbezirks Osnabrück. Diesen Status verlor es erst 1977 bei der Gebietsreform, als der Regierungsbezirk Weser-Ems geschaffen wurde, für den Oldenburg als Hauptstadt bestimmt wurde.
Während des zweiten Weltkrieges wurde die Stadt Osnabrück insgesamt 79 Mal durch alliierte Luftstreitkräfte angegriffen. Der erste größere Angriff der britischen moral bombing Offensive erfolgte am 20 Juni 1942, hierbei wurden 9.000 Phosphor und Elektron-Thermitstabbrandbomben über der Altstadt abgeworfen. Ein weiterer schwerer Luftangriff erfolgte am 6. Oktober 1942 durch die britische RAF. Hierbei wurden 11.000 Spreng- und Brandbomben über der südlichen Altstadt abgeworfen. Die meisten Todesopfer gab es während eines amerikanischen Tagesangriffs auf den Stadtteil Schinkel mit 241 Menschen. Ein weiterer schwerer Angriff erfolgte am 13. September 1944. Hierbei wurde durch 2.171 Sprengbomben und 181.000 Brandbomben ein Feuersturm in der Altstadt entfacht, dem die meisten historischen Gebäude zum Opfer fielen. Einen Monat später, am 13. Oktober 1944, erfolgte ein weiterer Angriff mit 16.000 Brandbomben und 2.616 Sprengbomben über den bis dahin noch nicht zerstörten Stadtteilen Osnabrücks. Am 25. März 1945, kurz vor Ende des 2. Weltkrieges, wurden die noch stehenden Gebäude in der Altstadt nochmals Ziel eines schweren Luftangriffes durch britische Bomber mit vielen Opfern. Der bislang unbeschädigte Teil der Altstadt wurde dabei nahezu vollständig zerstört. Insgesamt wurde das Stadtgebiet zu mehr als 65 % zerstört; am stärksten betroffen war mit 94% die mittelalterliche Altstadt. Nach Kriegsende sah der Bakker-Schut-Plan eine Annexion der Stadt durch die Niederlande vor, die jedoch aufgrund des Widerstandes der USA und Großbritanniens nicht erfolgte.
Durch seine Tal-Lage und die geographische Nähe zu Nordrhein-Westfalen wurde in Osnabrück vergleichsweise nur wenig eingemeindet. So blieben bspw. die Gemeinden Belm (hinter dem Schinkelberg), Wallenhorst, Büren (inzw. eingemeindet in die Gemeinde Lotte/Westfalen), Hasbergen und Georgsmarienhütte von einer Eingemeindung verschont. Das nördlich gelegene Hollage wurde (statt von Osnabrück) von Wallenhorst eingemeindet. Neben den geographischen spielten auch kommunalpolitische Erwägungen eine Rolle bei der zurückhaltenden Eingemeindungspolitik. Man befürchtete, dass sich die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat durch die Einbeziehungen der Wähler der Nachbargemeinden ändern könnten. (Zumindest langfristig hat das der Stadt Osnabrück geschadet, als Stadt mit über 200.000 Einwohnern wäre ihr eine größere Bedeutung zugekommen.)
1575 starben etwa 75 Prozent der Einwohner Osnabrücks an der Pest. Wegen der folgenden Epidemien, Feuersbrünste, Hungersnöte und Kriege dauert es rund 200 Jahre, bis wieder die Bevölkerungszahl vor Ausbruch der Pest von 1575 erreicht wurde. Mit der Industrialisierung verfünffachte sich die Einwohnerzahl von über 10.000 im Jahre 1823 auf mehr als 50.000 im Jahre 1900.
Bis 1939 verdoppelte sich die Bevölkerung der Stadt auf 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1995 erreichte die Einwohnerzahl mit 168.618 ihren historischen Höchststand. Ende Februar 2006 lebten in Osnabrück nach amtlicher Fortschreibung 164.695 Menschen mit Hauptwohnsitz.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner | - | 780 | 800 | - | 1171 | 3.500 | - | 1425 | 4.800 | - | 1500 | 6.000 | - | 1570 | 7.500 | - | 1575 | 2.000 | - | 1646 | 5.500 | - | 1771 | 5.923 | - | 1780 | 6.651 | - | 1800 | 8.564 | - | 1823 | 10.915 | - | 3. Dezember 1852 ¹ | 13.718 | - | 3. Dezember 1861 ¹ | 16.180 | - | 3. Dezember 1864 ¹ | 18.033 | - | 3. Dezember 1867 ¹ | 19.579 | - |
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| Jahr | Einwohner | - | 1. Dezember 1871 ¹ | 23.308 | - | 1. Dezember 1875 ¹ | 29.860 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 32.819 | - | 1. Dezember 1885 ¹ | 35.899 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 39.929 | - | 2. Dezember 1895 ¹ | 45.137 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 51.573 | - | 1. Dezember 1905 ¹ | 59.580 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 65.957 | - | 1. Dezember 1916 ¹ | 72.505 | - | 5. Dezember 1917 ¹ | 70.872 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | 85.017 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 88.911 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 94.277 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 99.070 | - |
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| Jahr | Einwohner | - | 31. Dezember 1945 | 81.828 | - | 29. Oktober 1946 ¹ | 88.663 | - | 13. September 1950 ¹ | 109.538 | - | 25. September 1956 ¹ | 127.658 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 138.658 | - | 31. Dezember 1965 | 143.101 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 143.905 | - | 31. Dezember 1975 | 161.671 | - | 31. Dezember 1980 | 157.367 | - | 31. Dezember 1985 | 153.202 | - | 25. Mai 1987 ¹ | 150.807 | - | 31. Dezember 1990 | 163.168 | - | 31. Dezember 1995 | 168.618 | - | 31. Dezember 2000 | 164.101 | - | 30. September 2005 | 163.860 |
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Eine reformierte Bewegung ist in Osnabrück schon seit 1788 nachweisbar. Die Gläubigen waren seinerzeit jedoch der benachbarten Grafschaft Tecklenburg angeschlossen. Erst die vermehrte Zuwanderung reformierter Gemeindeglieder im 19. Jahrhundert führte 1889 zur Gründung einer eigenständigen reformierten Gemeinde in Osnabrück, die dem Konsistorium in Aurich unterstand. Aus dem Auricher Konsistorium war 1882 die heute als Evangelisch-reformierte Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland bezeichnete Kirche entstanden, die seit den 1950er Jahren ihren Sitz in Leer hat. Die Osnabrücker reformierte Gemeinde konnte 1893 ihre eigene Kirche bauen, die Bergkirche. Sie war der erste Kirchenbau Osnabrücks nach der Reformation. 1926 entstand die Friedenskirche und in den 1960er Jahren wurden drei weitere reformierte Kirchen gebaut, die Gnadenkirche (1960), die Atterkirche (1962) und die Erlöserkirche (1966). Die reformierte Gemeinde Osnabrück gehört heute zum Synodalverband Emsland/Osnabrück, dem VII. Synodalverband innerhalb der Evangelisch-reformierten Kirche.
Nachdem der Dom und die St. Johanneskirche in Osnabrück auch nach der Reformation katholisch blieben und Osnabrück bis 1803 Hauptstadt des Hochstifts Osnabrück war, lebten in der Stadt stets auch Katholiken. Das Verhältnis beider Konfessionen war in etwa ausgeglichen. Das im Jahre 809 errichtete Bistum Osnabrück war in den Wirren der Reformation stark verkleinert worden, doch bestand es stets fort. Nach Auflösung des Hochstifts Osnabrück wurde die Stadt 1824 Sitz des neu festgelegten Bistums Osnabrück. Dieses umfasste danach im wesentlichen das damalige Königreich Hannover. 1841 erhielt es die Jurisdiktion der Nordischen Mission und 1868 der Norddeutschen Mission. Formell wurden diese Gebiete 1930 dem Bistum Osnabrück angegliedert. Es war damit das flächengrößte Bistum Deutschlands. Bis 1995 gehörte es zur Kirchenprovinz Köln, dann wurde es dem neuen Erzbistum Hamburg zugeordnet. Die Pfarrgemeinden der Stadt Osnabrück gehören heute zum Dekanat Osnabrück, das jedoch auch eine Gemeinde (Hasbergen) umfasst, die nicht zur Stadt Osnabrück gehört. Im Jahr 2008 wird der Katholikentag in Osnabrück stattfinden.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch verschiedene Freikirchen in Osnabrück, im Einzelnen:
Nach dem 2. Weltkrieg lebten noch etwa fünf Juden in Osnabrück. 1967 wurde eine neue Synagoge gebaut. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands hatten ca. 90 Juden ihren Wohnsitz in Osnabrück. Nach dem Zuzug von Kontigentsflüchtlingen aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion umfasst die jüdische Gemeinde im Jahr 2005 ca. 1544 Mitglieder. Am Bezirksregierungsamt befindet sich heute eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Pogromnacht. Hier werden jedes Jahr am 9.11. Kränze niedergelegt und das Kaddisch gebetet. 1986 wurde der jüdische Friedhof erneut geschändet.
Seit 1946 wird der Oberbürgermeister nach den jeweiligen Regeln des niedersächsischen Kommunalrechts gewählt - zunächst ehrenamtlich nach dem Modell der "zweigleisigen" Norddeutschen Ratsverfassung, seit 1997 "eingleisig" als hauptamtliche Verwaltungsspitze (vgl. dazu ausführlich: Eingleisigkeit, Gemeindeordnungen in Deutschland).
Justizbürgermeister von Osnabrück 1814 - 1852
Verwaltungsbürgermeister von Osnabrück 1814 - 1848
Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister von Osnabrück seit 1852
Städtepartnerschaften
Städtefreundschaften
Osnabrück ist Eisenbahnknotenpunkt mit einem Personenbahnhof in der seltenen Bauform eines Turmbahnhofes und einem Rangierbahnhof. Der Osnabrücker Hauptbahnhof ist Knotenpunkt der Bahnlinien Köln - Dortmund - Hamburg (ICE-Halt) und Berlin - Hannover - Amsterdam (InterCity-Halt). Eine weitere Bahnlinie führt nach Oldenburg (Oldb) (mit Abzweig nach Delmenhorst), deren Personenverkehr im Auftrag des Landes Niedersachsen durch die NordWestBahn durchgeführt wird. Am 12. Juni 2005 wurde die Strecke des Haller Willem zwischen Bad Rothenfelde und Osnabrück reaktiviert. Damit besteht wieder eine direkte Eisenbahnverbindung nach Bielefeld. Weitere Bahnhöfe für den Personenverkehr im Stadtgebiet sind Osnabrück-Hasetor (Richtung Rheine und Bramsche-Oldenburg (Oldb)/Wilhelmshaven) und Sutthausen (Richtung Bielefeld). Die Bahnhöfe Osnabrück-West, Osnabrück-Eversburg und Lüstringen werden nicht mehr bedient.
Über einen Stichkanal ist der Osnabrücker Binnenhafen an den Mittellandkanal angebunden.
Im Stadtgebiet befindet sich der Flugplatz Osnabrück-Atterheide und in ca. 35 km Entfernung vom Stadtzentrum der internationale Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) in Greven.
Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Stadtbereich bedienen 9 Stadtbus-Grundlinien der Stadtwerke Osnabrück AG und (eng damit verknüpft) Regionalbusse der Weser-Ems-Bus GmbH und von weiteren Unternehmen. Es gibt einen einheitlichen Tarif für alle Busse im Landkreis Osnabrück durch die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS). Außerdem sind Tickets des "Münsterland-Tarifs" gültig (auch im Schienenverkehr Richtung NRW). Der Tarif VOS Plus bietet einen Verbundtarif in Richtung Dissen-Bad Rothenfelde und Bielefeld mit dem "Haller Willem" (NordWestBahn).
Außerhalb von Parkhäusern und gebührenpflichtigen Großparkplätzen ist das Parken in Osnabrück grundsätzlich kostenlos. In Wohngebieten sind allerdings viele Plätze für die Anwohner reserviert. In der gesamten Innenstadt und auch an den zentralen Straßen vieler anderer Stadtteile müssen Autofahrer eine Parkscheibe auslegen. Die Höchstparkdauer ist in der Regel auf eine Stunde festgesetzt. Die zuvor in den zentralen Lagen fast flächendeckend vorhandenen Parkuhren und Parkscheinautomaten wurden in Einlösung eines Wahlversprechens nach dem Wechsel der politischen Mehrheiten bei der vergangenen Kommunalwahl abmontiert. Die Entscheidung der CDU/FDP-Ratsmehrheit, im Interesse der Wirtschaftsförderung anders als ihre rotgrünen Vorgänger weitgehend auf Parkraumbewirtschaftung zu verzichten, ist politisch auch weiterhin sehr umstritten. Sie führt bis heute immer wieder zu erregten Debatten, vor allem wenn an anderer Stelle Einsparungen im städtischen Haushalt vorgenommen werden.
Die Stadt ist Sitz eines Regionalstudios des NDR, das Beiträge für die Hörfunkwellen und das Fernsehprogramm produziert.
Der Sender os-radio 104,8 bezeichnet sich als das Regionalradio für die Region Osnabrück
Das international renommierte "European Media Art Festival" findet jährlich in Osnabrück statt.
In Osnabrück gibt es ferner das komplette Angebot allgemein bildender und beruflicher Schulen. Erwähnenswert erscheint hier das Gymnasium Carolinum, welches im Jahre 804 von Karl dem Großen gegründet wurde und somit eine der ältesten Schulen Deutschland ist. In direkter Nachbarschaft befindet sich die Ursulaschule, ein vom Bistum geführtes staatliches Gymnasium. Das 1595 eingeweihte staatliche Ratsgymnasium Osnabrück ist die älteste nicht geistliche Schule (Domschule) der Stadt.
Regelmäßige Filmvorführungen durch Uni-Film und im Kino in der Lagerhalle
Unvergessen sind die zahlreichen Meisterschaftserfolge und Europapokalspiele der Basketballmannschaft und die Turnier- und Meisterschaftserfolge der Tischtennismannschaften bzw. der Einzelspieler/innen und Doppel des VfL Osnabrück in den 60er Jahren.
Der Bucksturm wurde Anfang des 13. Jahrhunderts als Wachturm an der Stadtmauer errichtet. Anhand seiner relativ kleinen Schießscharten kann man erkennen, dass der Turm nie für Kanonen, sondern lediglich für kleinere Handfeuerwaffen vorgesehen war. Im Mittelalter war im Turm das Städtische Gefängnis untergebracht. Von 1305 - 1311 saß hier beispielsweise Graf Simon von der Lippe ein. Zusätzlich kam während der Hexenverfolgung im 16. und 17. Jahrhundert die Funktion einer Folterkammer hinzu. Heute zeigt der Turm eine Ausstellung über die Hexenverfolgung, jedoch sind keine Folterinstrumente mehr zu sehen. Die ursprüngliche Höhe des Turmes betrug 28 Meter. 1805 jedoch mussten wegen Baufälligkeit rund 10 Meter abgetragen werden.
Das Heger Tor erinnert in seinem Erscheinungsbild an eine Wehranlage, wurde jedoch erst 1817 errichtet, also zwei Jahre nach dem weitestgehenden Abriss der eigentlichen Wehranlagen. Es erinnert an die Osnabrücker Krieger, die in der Schlacht bei Waterloo kämpften. Gestiftet wurde das Tor durch Gerhard Friedrich von Gülich, der Johann Christian Sieckmann mit dem Entwurf des Tores beauftragte. Auf dem Tor befindet sich eine Plattform, von der aus man über die Dächer der Altstadt guckt. Die Plattform ist über Rampen und Treppen zu erreichen. Heger-Tor-os.JPG Die Kirche St. Marien zu Osnabrück war, im Gegensatz zum Dom, die Bürgerkirche. Aufgrund von Bestattungen, die um das Jahr 800 stattfanden, wird davon ausgegangen, dass sich an heutiger Stelle bereits ein Vorgängerbau aus Holz befand. Dies ist jedoch nicht belegt. Im 10./11. Jahrhundert entstand ein einschiffiger Saalbau, der bereits im 13. Jahrhundert um die beiden Seitenschiffe erweitert wurde. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts kamen Chor und Chorgewölbe dazu. Seit dem 13. Jahrhundert wurde sie im Stil einer gotischen Hallenkirche umgebaut. Auch heute noch ist dieses Aussehen prägend für den Osnabrücker Marktplatz, da die Kirche eine architektonische Einheit mit dem Rathaus und der Stadtwaage bildet. Im Innern befinden sich unter anderem das Triumphkreuz aus dem 13. Jahrhundert und der Hauptaltar, der von 1510 - 1515 in Antwerpen gefertigt wurde. Im Chorumgang sind Grabsteine in den Boden eingelassen, auch der Grabstein von Justus Möser, einem bedeutenden Osnabrücker Staatsmann und Juristen. Den 79 Meter hohen Turm kann man über 190 Stufen besteigen und erhält eine Blick über Osnabrück.
Der Dom St. Peter wurde an der heutigen Stelle im Jahr 785 geweiht. Der heutige Bau jedoch entstand erst von 1218 bis 1277. Die Kathedralkirche wurde im spätromanischen Stil erbaut. Ursprünglich verfügte der Dom über Zwillingstürme, jedoch wurde der Nordwestturm im 15. Jahrhundert durch einen dickeren gotischen Turm ersetzt. Im Innern finden sich unter anderem ein bronzenes Taufbecken von 1225 und ein großes Triumphkreuz von 1230. In Domnähe lebte von 1210 bis 1233 der aus Groningen stammende Einsiedler und später heilggesprochene Heilige Rainer, der auch als Reiner von Osnabrück verehrt wird.
Für Informationen über den Löwenpudel: Löwenpudel
Die Bauzeit des Pernickelturmes ist unbekannt. Er wird in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erstmals erwähnt und diente als Wachturm und zum Schutz der Pernickelmühle, wie man an den Schießscharten erkennen kann. Der Turm dient seit dem 19. Jahrhundert als Wohngebäude, weshalb sein inneres nicht mehr dem Original entspricht. Die Pernickelmühle wurde 1891 zerstört und kurz darauf am anderen Ufer der Hase wiederaufgebaut.
Folgende Personen sind in Osnabrück geboren. Nicht berücksichtigt wurde dabei, ob sie ihren späteren Wirkungskreis in Osnabrück hatten. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Geburtsjahr.
Osnabrück | Ort in Niedersachsen
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