Ortrand ist eine Stadt im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg.
Geografie
Geografische Lage
Der Stadtkern ist eingeschlossen von der
Pulsnitz im Norden, der A 13 im Westen (AS Ortrand) und der Eisenbahnlinie
Großenhain/
Cottbus (begründet durch
Zachariae von Lingenthal). Die Stadt Ortrand ist Amtssitz der Amtsverwaltung des Amtes Ortrand.
Stadtgliederung
Das nördlich der Pulsnitz in der Oberlausitz gelegene Dorf wurde 1960 eingemeindet. Gepfarrt war es jedoch noch bis in die 1990er Jahre nach
Kroppen, seitdem nach Ortrand. 1802 lebten 235 und 1820 220 Einwohner in Burkersdorf, das einst zum Rittergut Lindenau gehörte.
Geschichte
Seine erste schriftliche Erwähnung fand das
oppidum Ortrant in einem Vergleich zwischen dem
Naumburger Bischof Engelhard und
Heinrich dem Erlauchten, Markgraf von Meißen, vom
26. November 1238. Das Städtchen gehörte ursprünglich zum Hochstift Naumburg, das Meißner Markgrafen damit belehnte. Ortrand kam
1312 durch den Friedensvertrag von
Tangermünde an
Brandenburg. Ab
1319 war die Stadt wieder sächsisch und gehörte fortan dem Amt Hayn (
Großenhain) an, bis es
1815 in Folge des
Wiener Vertrags an
Preußen abgetreten werden musste. Ab
1816 war Ortrand Bestandteil des Kreises Liebenwerda in der preußischen
Provinz Sachsen.
1820 lebten 1.500 Einwohner in der Stadt, wobei das Militär einberechnet ist, denn Ortrand war Garnisonsstadt.
Die einst wohlhabende Stadt hatte im Dreißigjährigen Krieg durch die Pest und Feuersbrünste stark gelitten. 1612 brannte die Kirche, die Schule, über 60 Häuser, die Lindenauer Vorstadt und Burkersdorf nieder. 1707 brannte wieder die halbe Stadt ab.
Das Ortrander Bier war früher sehr begehrt. 1697 wurden jährlich 468 Fass gebraut und teilweise an den Hof in Dresden verschickt. Schon zu Zeiten des Pirnschen Mönches lebte die Stadt vorwiegend vom Hopfenbau. Später verlor die Brauerei wegen des Meilenzwangs ihre Bedeutung und sie besteht jetzt nicht mehr. Die sumpfige Ortrander Pflege ist vor Jahrhunderten auch als Froschland bezeichnet worden.
Politik
Stadtrat
Der Rat der Stadt Ortrand besteht aus 16 Ratsfrauen und Ratsherren.
(Stand:
Kommunalwahl am
26. Oktober 2003)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
- Stadtgeschichts- und Schradenmuseum
Bauwerke
Das Stadtbild wird von den zwei Kirchen St. Jakob und St. Barbara geprägt. Erstere wurde bereits vor mehreren Jahrhunderten erbaut und ist das älteste erhaltene Gebäude der Stadt. Die Kirche St. Barbara wurde im 16. Jahrhundert errichtet und nach einem Brand mit einem Turm von dem Erbauer der
Frauenkirche (Dresden),
George Bähr versehen, Ende der 1980er Jahre wurde der Innenraum von
Friedrich Press neu gestaltet. Der Marktplatz mit dem Rathaus und den umliegenden Gebäuden bildet ein gelungenes Ensemble.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Weblinks
Ort in Brandenburg