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Orpheus war der berühmteste Sänger in der griechischen Mythologie. Nach ihm wurde die Orphik und der Orphismus benannt.
Jean-Baptiste-Camille Corot - Orphée.jpg
Orpheus galt als Sohn der
Muse Kalliope und des
Oiagros und wird als mythischer König aus dem
Rhodopengebirge
Thrakiens verstanden.
Nach anderen Quellen ist
Apollon sein Vater.
In der Wissenschaft wird er als historische Figur gewertet. Er war möglicherweise ein Reformer des
Dionysos-Kultes. Sein Mythos verkörperte die Unsterblichkeit der Seele und vereinte starke orientalische Einflüsse mit den thrakischen Wurzeln. Die Griechen schrieben ihm die Erfindung der Musik und des Tanzes zu. Sein Mythos von der Liebe zur
Nymphe Eurydice ist mit einem Abstieg in die Unterwelt des
Hades verbunden. Mit seinem Gesang und dem Lyra-Spiel betört er Götter, Menschen und sogar die Tiere.
Ovid berichtet, dass Orpheus stets von einer Schar
Nymphen begleitet wird und seinen Tod durch thrakische Frauen findet.
Der Sage nach hat Orpheus auch am Argonautenzug teilgenommen.
Die Sage
Dürer - Mort d'Orphée (1494).jpg
Orpheus lebte im
Thrakien als Sohn der
Muse Kalliope. Sein Vater war der thrakische König und Flussgott
Oiagros( Andere sagen
Apollon). Von
Apollon, dem Gott der Musik, bekam er eine
Lyra geschenkt, die Apollon von seinem Halbbruder
Hermes erhalten hatte. Unter den Sängern galt er als der beste. Man sagte, Bäume und Berge hörten ihm zu und kamen zu ihm, wenn er spielte.
Die Argonauten nahmen ihn auf ihren Kriegszügen mit. Orpheus sang so schön, dass die Feinde ihm andächtig zuhörten und ihre Waffen hinlegten. Die Argonauten konnten die Waffen einsammeln und so ihren Krieg gewinnen.
Orpheus´ Braut war die
Nymphe Eurydike. Als diese auf dem Hochzeitsfest durch einen Schlangenbiss starb, stieg Orpheus in die Unterwelt, um durch seinen Gesang und das Spiel seiner
Lyra den Gott
Hades zu bewegen, sie ihm zurück zu geben. Seine Kunst war so groß, dass ihm dies tatsächlich gewährt wurde - jedoch unter der von
Persephone gestellten Bedingung, dass er beim Aufstieg in die Oberwelt voran gehen und sich nicht nach ihr umschauen dürfe. Da Eurydike seine Hand berührte und er sich darauf hin umsah (ein Motiv der Bildhauerei schon in der Antike), musste Eurydike wieder hinab.
Der Sänger stand den Musen und somit dem Gott Apollon nahe, nicht aber dem Dionysos, dem Gott des Rausches und ausschweifend-wilder Umzüge und Gesänge. So wurde Orpheus in seiner Heimat von „Mänaden“, thrakischen Anhängerinnen des Dionysos, zerrissen. Nach antiker Vorstellung war es kein Trost, dass er nun als Schatten sich zum Schatten der Eurydike gesellen konnte.
Sein Kopf jedoch wurde mitsamt seiner Leier in den Fluss Hebros geworfen, sie schwammen hinab in das Ägäische Meer und wurden auf der Insel Lesbos an Land gespült. Der Kopf sang immer weiter bis Apollon ihm gebot zu schweigen. Sein Grab soll sich in der Stadt Leibethra befunden haben - andere Quellen nennen diese Stadt auch als Geburtsort des Orpheus, und den Fluss in dem sein Kopf gefunden wurde Meletos.
Seine Lyra wurde als Sternbild an den Himmel gesetzt.
Nach ihm wurde auch das Zupfinstrument Orpheoreon benannt.
Da Orpheus im Hades auf Persephone trifft, ist anzunehmen, dass Orpheus sich im Winter auf den Weg in den Hades gemacht hat, denn Persephone thront nur die vier Monate des Winters in der Unterwelt. Von Orpheus Liedern ist nichts hinterlassen, nur die Geschichten um ihn wurden von Homer zusammengestellt.
Der Mythos in der Kunst
Literatur
Die tragische Geschichte des Sängers Orpheus wurde in der antiken
Literatur von
Einige literarische Fassungen und Bearbeitungen der Neuzeit:
Medien
Film und Fernsehen
Musik
Besonders Musiker griffen die Geschichte des Sängers, der mit seiner Musik wilde Tiere und sogar die Götter der Unterwelt besänftigte, als Thema auf:
Bildende Kunst
Orpheus im Kreis wilder Tiere, die seiner Musik lauschen, ist ein beliebtes Thema der römischen
Mosaikkunst, z. Bsp. im
Siehe auch
Literatur
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