Ornette Coleman (* 19. März 1930, Fort Worth, Texas, USA) ist ein US-amerikanischer Jazz-Musiker (vor allem Alt-, aber auch Tenorsaxophon, Trompete und Geige) und Komponist. Ornette Coleman gilt als Pionier des Free Jazz.
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Neben Musik interessiert er sich auch für wissenschaftliche Fächer wie Physik, Mathematik oder Chemie.
Er brachte sich das Saxophon spielen und Noten lesen 1944 selbst bei und riss mit 19 Jahren von zu Hause aus, um dem Sumpf aus Armut und Rassendiskriminierung im Süden der USA zu entfliehen. In Los Angeles schlug sich Ornette Coleman mit Hilfsjobs durch und brachte sich 1950 wiederum im Selbststudium die Harmonielehre und die Musiktheorie bei. Hier entwickelte er auch seine auf der Logik der Mathematik basierenden musikalischen Konzepte und fand einige Mitspieler: Don Cherry (Trompete), Bobby Bradford (Trompete), Ed Blackwell (Drums), Billy Higgins (Drums) und Charlie Haden (Bass). Zusammen tourten sie durch kleine Clubs in Los Angeles. Ihren ersten Plattenvertrag erhielten sie nur durch Zufall, denn eine Plattenfirma kaufte eines von Colemans Arrangements, fand aber niemanden außer seiner eigenen Truppe, die dies auch spielen konnte. Nach einem darauffolgenden Engagement im berühmten „Five Spot“ in New York im Jahre 1959 ist dem Ornette Coleman Quartett die Anerkennung der Jazz-Szene sicher.
Zusammen mit Eric Dolphy (Bassclarinet), Don Cherry (Pockettrompete), Freddie Hubbard (Trompete), Scott La Faro (Bass), Charlie Haden (Bass), Billy Higgins (Drums) und Ed Blackwell (Drums) nahm er 1960 sein wohl bekanntestes Album „Free Jazz – A collective Improvisation“ auf. Dieses Album wirkte federführend auf die Entwicklung des atonalen Avantgarde Jazz . Ornette Coleman selbst nannte den Free Jazz „Harmolodic“. Sein Schlagzeuger Billy Higgins sagte, dass Harmolodic beim Hören völlig natürlich wirke, was sein Denken komplett verändert habe. In den 60er Jahren lernte Coleman Geige und Trompete; und in den 70er Jahren komponierte er auch Stücke für größere Ensembles ("Skies of America"). Auch später in seinem Leben ließ er sich nicht von Konventionen aufhalten, so setzte er seinen 10 jährigen Sohn als Schlagzeuger ein und wurde mit seiner 1975 gegründeten Band „Prime Time“ zu einem Pionier des Free Funk, denn er kombinierte die „Harmolodic“ mit aggressiven Rockrhythmen und sphärischen Klängen. In den 80er Jahren brachte Coleman erneut Platten heraus, und auch seine letzte Platte von 1996 fand großen Anklang. Im März 2005 feierten die Medien Ornette Colemans 75. Geburtstag mit Berichten über ihn.
Jazz-Saxophonist | US-amerikanischer Komponist | Komponist (Jazz) | Mann | Geboren 1930
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