| Orlová | ||
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Später wurde ein Benediktiner-Kloster erbaut, durch den sich die Entwicklung des Ortes vor allem im kulturellen und im Bildungsbereich beschleunigte. Im 17. Jahrhundert wurde dann der Sitz des Klosters wieder nach Týnec bei Krakow verlegt und der Ort blieb ein kleine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Erst im 19. Jahrhundert, als Steinkohlevorkommen entdeckt wurden, wuchs der Ort rasant. 1922 war sie bereits eine Stadt mit einer Straßenbahnverbindung, einem Krankenhaus, Museum und Schulen, in denen in mehreren Sprachen (tschechisch, polnisch und deutsch) unterrichtet wurde. Die Industrialisierung schritt voran und Orlová wurde zu einem reichen Zentrum der Bildung.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden viele deutsche Bewohner vertrieben und in den sechziger Jahren dachte die kommunistische Regierung zunächst darüber nach, die Stadt zu liquidieren. Dazu kam es dann doch nicht. Jedoch wurden 2000 Gebäude dem Erdboden gleichgemacht, der Straßenbahn- und Eisenbahnverkehr wurde eingestellt, die Schulen in umliegende Städte Ostrava, Karviná und Havířov umgesiedelt. An Stelle der ursprünglichen Stadt wurde eine Siedlung für 30.000 Einwohner hochgezogen. Aus dem ursprünglichen Stadtkern blieb nur der Torso erhalten.
In Orlová lebte längere Zeit ein Begründer der tschechischen Legion in Italien Jan Čapek. 1910 besuchte Alois Jirásek öfters die Stadt. In Orlová ansässig ist noch heute das berühmte Atelier Slawinski, Hersteller von Geigen.