Die Orion Pictures Corporation war als Unternehmen in der Produktion und dem Vertrieb von Fernseh- und Filminhalten tätig.
Dieser Schritt kann ihnen nicht leicht gefallen sein, da Krim und Benjamin 1951 die United Artists von ihren vorherigen Eigner erwarben und aus dem reinen Filmverleih eine florierende Filmgesellschaft schufen. Diese war seitdem auch in der Produktion von Kinofilmen beteiligt und die Tochterunternehmen United Artists Records und die United Artists Television wurden gegründet. Außerdem etablierten die neuen Eigner einen weltweit oparierenden Filmverleih. Doch nachdem die Transamerica Corporation das Filmunternehmen 1968 erwarb, kam es zu Spannungen zwischen den Managern der United Artists und der neuen Mutterfirma. Trotz großer kommerzieller und wirtschaftlicher Erfolge in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts verstanden die Transamerica Corporation als Eigner das Geschäft der Unterhaltungsindustrie nicht. Das United Artists-Management war im nach hinein über ihre Entscheidung des Verkaufs ebenfalls unzufrieden. Dies mündete 1978 im Rücktritt von Krim, Benjamin und Pleskow - dem kreativen Leiter der United Artists.
Kurze Zeit danach schufen die drei zusammen mit dem Medienkonzern Warner Communications die Orion Pictures Corporation als Joint-Venture. Das Trio kümmerte sich um die Filmproduktion und das Filmunternehmen Warner Bros. war für den weltweiten Vertrieb dieser zuständig. Diese Zusammenarbeit fand im Jahr 1982 ihr Ende. Die Rechte an den bis dahin geschaffenen Kinofilme verblieben beim Unternehmen Warner Bros..
Die Orion Pictures Corporation erzielte in den folgenden Jahren einige künstlerische und wirtschaftliche Erfolge. Dazu zählen die Oscar-Gewinner Amadeus, Platoon, Der mit dem Wolf tanzt und Das Schweigen der Lämmer. Zuspruch vom Publikum bekamen die produzierten Woody Allen-Filme, die ersten Terminator- und Robocop-Filme. Daneben fielen aber viele Filme des Unternehmens an der Kinokasse durch.
Die Orion Pictures Corporation tätigte den Filmverleih und den Vertrieb im Home Entertainment-Bereich in den USA selbständig. Außerhalb der Vereinigten Staaten wurde entweder lokale Filmverleiher herangezogen oder man bediente sich des Verleihapparates einer anderen US-amerikanischen Filmgesellschaft, wie zum Beispiel die internationalen Arme der 20th Century Fox oder Columbia Pictures.
Aufgrund finanzieller Probleme ging die Orion Pictures Corporation im Jahr 1992 Konkurs. Dieser konnte auch nicht durch den fünffachen Oscargewinner und Zuschauermagneten Das Schweigen der Lämmer geändert werden. Durch das Konkursverfahren konnten einige schon vorher fertiggestellten Kinofilme erst 1994 die Kinoleinwand erblicken.
Die Fernsehabteilung der Orion Pictures Corporation wurde aufgrund der finanziellen Probleme an den US-amerikanischen Fernsehsender American Broadcasting Company und wurde in ABC Productions umbenannt. Die Rechte an den produzierten Serien wurden weiterhin von der Orion Pictures Corporation gehalten. ABC war in der Zeit des Insolvenz Inhaber der Fernsehrechte des Filmunternehmens.
1996 endete das Konkursverfahren.
Die Orion Pictures Corporation blieb nur auf dem Papier als eigenständige Filmproduktionseinheit bestehen. Auch gab es von Seiten der MGM Überlegungen das Tochterunternehmen als spezielles Label für kostengünstige Unterhaltungsfilme zu etablieren.
Der MGM-Löwe wurde allen DVD-Auswertungen der Filme aus dem Orion Pictures Corporation-Rechtestock hinzugefügt. Zu diesem gehören die Rechte an den Filmen der Filmways, Inc., der American International Pictures und den eigenen nach 1982 produzierten Werken.
Durch den Verkauf der Metro-Goldwyn-Mayer an ein durch die Sony Corporation of America geführtes Konsortium wanderte die Orion Pictures Corporation mitsamt ihrer Filmbibliothek ebenfalls in deren Besitz.
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