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Orenburgskaya_Oblast
 

Wappen Karte
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Orenburg-Lage.png
Basisdaten
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Staat: Russland
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Föderationskreis: Wolga
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Föderationssubjekt: Oblast Orenburg
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Gemeindeart:
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Fläche: ??? km²
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Einwohner: 542.679 (2004)
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Bevölkerungsdichte:
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Höhe: 150 Meter ü. NN
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Postleitzahlen:
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Telefonvorwahl: 7+ (35 32)
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Geografische Lage:
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Kfz-Kennzeichen: 56
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Stadtgliederung:
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Adresse
der Stadtverwaltung:

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Offizielle Website:
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E-Mail-Adresse:
Politik
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Oberbürgermeister:
Liste der Städte in Russland
Orenburg (russisch Оренбург) ist die Hauptstadt der Oblast Orenburg im Föderationskreis Wolga, europäisches Russland, mit 542.679 Einwohnern (Stand: 2004). Orenburg liegt 1.480 km südöstlich von Moskau, unweit der Grenze zu Kasachstan. Bis 1925 war der gesamte Oblast nicht nur Teil Kasachstans (Kasachische ASSR), sondern Orenburg selbst auch dessen erste Hauptstadt.

Geographie


Orenburg befindet sich südwestlich der Südausläufer des Uralgebirges. Die Stadt liegt auf etwa 150 Metern über dem Meeresspiegel an der Einmündung der Sakmara in den Ural, der Orenburg durchfließt und einen Teil der Grenze zwischen Europa und Asien bildet.

Geschichte


Die Stadt Orenburg wurde 1743 als Außenposten Russlands an der Grenze zum damals unerschlossenen Asien gegründet. Orenburg war Stadt und Festung in einem. Die angesiedelten Orenburger Kosaken sollten einen russischen Siedlungsgürtel zwischen den Tataren und Kasachen schaffen und den seit 1731 vorherrschenden Einfluß des Zarenreiches auf die Kleine Horde sichern. 1774 widerstand Orenburg der Belagerung durch die Rebellen Pugatschows.

Durch einen Krieg und einen Großbrand Ende des 18. Jahrhunderts brannte die Stadt dann auch gleich wieder zur Hälfte ab, bildete aber bis 1750 die absolute Ostgrenze des bekannten Gebiets. Im Barockstil wurden daraufhin mehrere damals berühmte Kirchen in der Stadt gebaut, die auch von mehreren Zaren besucht wurden. Die Stadt erlangte ebenfalls große Bedeutung als Viehhandelsplatz, vorwiegend für Schafe.

Orenburger_kosaken_mit_kamelen.jpg ]] Im 19. Jahrhundert versuchten dann verschiedene Militärgouverneure, Kultur und Leben in die Stadt zu bringen, die ihren Außenposten-Charakter durch das weitere Vordringen der Kosaken nach Osten mittlerweile verloren hatte. 1838 wurde eine heute noch stehende Moschee gebaut, 1895 eine weitere große Kirche im typisch russischen neu-byzantinischen Stil, siehe auch Islam in Russland.

Es folgten die Oktoberrevolution 1917 und der Bürgerkrieg, in dem Kommunisten und Tataren die Macht über die Stadt errangen und ein Bündnis aus Orenburg-Kosaken, Kasachen und Baschkiren besiegten. 20 von 21 Kirchen wurden daraufhin in den 1930er Jahren von den Sowjets eingerissen, die Stadt verlor viel historische Bausubstanz. An Bedeutung gewann sie dann wieder in den Kriegsjahren 194145, als aus dem Westen der damaligen Sowjetunion wegen der Besetzung durch die Deutschen zahlreiche Unternehmen nach Orenburg evakuiert wurden. Dies löste in der Stadt einen großen Industrialisierungsschub aus, der auch danach anhielt und heute noch sichtbar ist. Zwischen den 30er und 60er Jahren verdoppelte sich die Einwohnerzahl. Von 1938 bis 1957 hieß die Stadt nach dem Piloten Tschkalow.

Erst seit 1990 wird wieder versucht, die verbliebenen historischen Bauten zu restaurieren, einige schöne Straßenzüge legen bereits Zeugnis darüber ab. Auch wurden erstmals wieder einige Bauten im traditionellen Stil errichtet, wohl aus Sehnsucht der Orenburger nach dem verlorenen alten Stadtkern.

Sehenswürdigkeiten


Trotz den Plattenbauten-Vororten und Industrieanlagen ist durch den prächtigen Stadtkern die Stadt im Gesamten sehr schön, denn die über den ganzen Stadtkern verteilten schönen Bauwerke machen die Stadt zu einem Kunst und Kulturzentrum. Einige Attraktionen sind neben der klassizistischen Kathedrale Sankt Nikolai die nur für Fußgänger freigegebene alte Uralbrücke mit einem Gebäudeensemble aus dem 18./19. Jahrhundert im Hintergrund und das davon unweite Monument an der Grenze zwischen Europa und Asien, das Rathaus, die Oper, das Kunstmuseum und viele andere Museen, Kirchen und Akademien. Vom Uralfluss weg führt die wichtigste Geschäftsstraße der Stadt, die mehrere Kilometer lange boulevardähnliche Ulitsa Sowjetskaja, an deren einem Ende auch das Stadtmuseum steht.

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Wirtschaft und Verkehr


Außerhalb des Stadtkerns ist Orenburg geprägt von der Industrie (v. a. Maschinenbau, Nahrungsmittel, Textil und Gas), aber auch vom Charakter als regionales Zentrum mit Universität, mehreren Theatern und Vergnügungsstätten.

Orenburg liegt an der Kreuzung zweier im Südural bedeutender Hauptstraßen, die von Samara nach Orsk bzw. von Ufa nach Oral im benachbarten Kasachstan führen. Die durch Orenburg laufende Hauptbahntrasse führt von Moskau direkt in die Metropolen Nowosibirsk und Barnaul in Sibirien. Orenburg verfügt über einen kleineren Flughafen mit regelmäßigen Verbindungen in verschiedene andere russische Metropolen sowie vereinzelten internationalen Flügen u.a. nach Deutschland, die v.a. von aus der Region stammenden Russlanddeutschen genutzt werden. Der öffentliche Personennahverkehr basiert ausschließlich auf ein System aus Trolleybussen und weiteren Stadtbuslinien.

In der Stadt vorhandene weiterführende Bildungseinrichtungen


  • Fakultät der Staatsakademie für Erdöl und Gas
  • Filiale der Militäruniversität für Luftabwehr der Streitkräfte der Russischen Föderation
  • Filiale der Staatlichen Handelsuniversität Moskau
  • Filiale der Staatlichen Juristischen Akademie Moskau
  • Filiale des Ersten Juristischen Instituts Moskau
  • Filiale des Instituts für Unternehmertum und Recht in Moskau
  • Filiale des Instituts für Ingenieure des Eisenbahnverkehrs in Samara
  • Institut für Ökonomie und Kultur
  • Kunstinstitut
  • Staatliche Agraruniversität Orenburg
  • Staatliche Medizinakademie Orenburg
  • Staatliche Pädagogische Universität Orenburg
  • Staatliche Universität Orenburg
  • Städtisches Höheres Kolleg Orenburg für Natur-und Geisteswissenschaften
  • Regionsübergreifendes Institut für Management
  • Zollkolleg

Söhne und Töchter der Stadt


Literatur


  • Pjotr Rytschkow (1712-1772), Orenburgische Topographie, Leipzig und Weimar 1983

Weblinks


Ort in Russland

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